• 11.05.2012, 12:26:52
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vida: Pflege solidarisch finanzieren statt Angehörige und Beschäftigte belasten

Kritik an Wiedereinführung des Regresses und Nulllohnrunden

Wien (OTS/ÖGB) - "Anerkennende Worte nehmen die Beschäftigten in
den Pflegeberufen gerne an. Noch wichtiger ist aber, dass sich die
Wertschätzung in der Entlohnung ausdrückt - und hier gibt es einen
eklatanten Widerspruch", sagt der stellvertretende vida-Vorsitzende
Willibald Steinkellner. Anlässlich des Internationalen Tages der
Pflege am 12. Mai erinnert der Gewerkschafter daran, dass viele
Beschäftigte im Gesundheitsbereich heuer eine Nulllohnrunde
"verpasst" bekamen oder eine Lohnerhöhung unter der Inflationsrate.
Auch die Wiedereinführung des Angehörigenregresses sei ein "trauriger
Rückschritt", erklärt Steinkellner.++++

Die Steiermark habe mit einer Nulllohnrunde für die Beschäftigten in
den Krankenanstalten und der Wiedereinführung des Regresses als
erstes den Weg der Belastung eingeschlagen, weitere Bundesländer
seien willig gefolgt. "In Oberösterreich gab es für die
Gesundheitsberufe eine Lohnerhöhung unter der Teuerungsrate. In
Kärnten wird mit Juli der Angehörigenregress für Kinder, deren Eltern
in einem Pflegeheim sind, wieder eingeführt", listet Steinkellner
auf. Eine Fortsetzung dieser Belastungspolitik auch in anderen
Bundesländern droht.

"Es gibt eine sinnvolle Alternative zu diesem einseitigen Sparen,
nämlich das Anzapfen neuer Finanzierungsquellen", sagt Steinkellner.
vida und die GPA-djp haben dazu ein detailliertes Modell vorgelegt.
Basis dieses Pflegefonds-Modells ist die Einführung einer
Vermögensteuer und einer reformierten Erbschafts- und
Schenkungssteuer. "Den Luxus, dass die Reichsten unseres Landes
massive Steuerprivilegien genießen, kann sich unsere Gesellschaft
nicht mehr leisten", meint Steinkellner. "Alle ExpertInnen
bestätigen, dass wir für eine gute Versorgung der Bevölkerung in den
nächsten Jahren Tausende zusätzliche Arbeitskräfte in der Pflege
brauchen. Mit Nulllohnrunden werden diese nicht anzuwerben sein",
erklärt Steinkellner abschließend.

Rückfragehinweis:
Martina Fassler
[email protected]
Tel: 0664/614 57 32
vida-Öffentlichkeitsarbeit

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