• 08.05.2012, 10:39:51
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ÖGB und Südwind: Für faire, menschenwürdige Arbeit

Knapp 4.300 Unterschriften an Hundstorfer und Regner übergeben

Wien (OTS/ÖGB) - Ende März starteten der ÖGB und die
entwicklungspolitische Organisation Südwind eine Unterschriftenaktion
für menschenwürdige Arbeit weltweit. Die Zustände in den
Produktionsstätten vor allem in Asien wirken sich auch negativ auf
den europäischen Arbeitsmarkt aus. Weil die Unternehmen drohen, ihre
Produktionen in Billiglohnländer auszulagern, nimmt die prekäre
Beschäftigung auch in Europa zu.

"Der ÖGB kämpft nicht nur in Österreich für menschenwürdige
Arbeitsbedingungen", sagt ÖGB-Präsident Erich Foglar. "Internationale
Solidarität ist für uns kein Schlagwort in Sonntagsreden. Überall, wo
Menschen für den Profit von Konzernen ausgebeutet werden, dürfen wir
nicht wegschauen, sondern müssen uns engagieren. Wenn wir den Firmen
hier in Österreich sagen, eure Ausbeutung in anderen Ländern der Welt
ist uns nicht egal, und wenn viele Menschen uns dabei unterstützen,
dann können wir ein Umdenken einleiten", ist Foglar überzeugt. "Die
unwürdigen Arbeitsbedingungen, zum Beispiel in der Textilindustrie in
Asien, bedeuten nicht nur enormes Leid für die dort Betroffenen. Sie
schaden schlussendlich auch den ArbeitnehmerInnen in Österreich -
genug gute Gründe, sich zu engagieren."

"Egal ob Prekarisierung in Österreich oder Schuften bis zum Umfallen
in einer Textilfabrik in Kambodscha - menschenunwürdige
Arbeitsbedingungen müssen endlich der Vergangenheit angehören. Wir
fordern daher die österreichische Bundesregierung und die EU auf,
menschenwürdige Arbeit in den Mittelpunkt ihrer politischen
Entscheidungen zu rücken. Dafür müssen umgehend die Konventionen der
Internationalen Arbeitsorganisation von den Regierungen weltweit
unterzeichnet und umgesetzt sowie global geltende soziale
Mindeststandards durchgesetzt werden", fordert Elfriede Schachner,
Geschäftsführerin von Südwind. Sie tritt für eine Änderung
ungerechter Handelsregeln ein: "Die Regierungen dürfen keine
Handelsabschlüsse mehr tätigen, die den Menschen im globalen Süden
schaden und zu Ausbeutung führen.

Im Rahmen des Projekts "Menschenwürdige Arbeit für menschenwürdiges
Leben" wurden in Österreich knapp 4.300 Unterschriften gesammelt, die
ÖGB-Präsident Erich Foglar und Südwind-Geschäftsführerin Elfriede
Schachner am 7. Mai an Sozialminister Rudolf Hundstorfer und die
Europa-Abgeordnete Evelyn Regner übergaben. Um die Arbeitsbedingungen
für alle Branchen weltweit zu verbessern, fordern Südwind und ÖGB die
weltweite Einhaltung sozialer Mindeststandards wie Ruhezeiten,
Mindestlöhne und Schutzbestimmungen am Arbeitsplatz. Sowohl in
Österreich als auch in der EU werden PolitikerInnen aufgefordert,
sich dafür auf globaler Ebene einzusetzen.

www.fairearbeit.at

Das Projekt "Menschenwürdige Arbeit für menschenwürdiges Leben" wird
von weltumspannend arbeiten - ÖGB und Südwind in Kooperation mit dem
VÖGB durchgeführt und von der Europäischen Union und der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert. Die darin
vertretenen Standpunkte geben die Ansicht der Projektpartner wieder
und stellen somit in keiner Weise die offizielle Meinung der
Fördergeber dar.

Südwind setzt sich als entwicklungspolitische
Nichtregierungsorganisation seit über 30 Jahren für eine nachhaltige
globale Entwicklung, Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen
weltweit ein. Durch schulische und außerschulische Bildungsarbeit,
die Herausgabe des Südwind-Magazins und anderer Publikationen
thematisiert Südwind in Österreich globale Zusammenhänge und ihre
Auswirkungen. Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen, Kampagnen- und
Informationsarbeit engagiert sich Südwind für eine gerechtere Welt.

Elfriede Schachner,
Südwind-Geschäftsführerin
Tel.: 01 405 55 15 318
E-Mail: [email protected]
www.suedwind-agentur.at

Amela Muratovic
ÖGB Kommunikation
0664/88628652
E-Mail: [email protected]
www.oegb.at

Rückfragehinweis:

Elfriede Schachner,
   Südwind-Geschäftsführerin 
   Tel.: 01 405 55 15 318
   E-Mail: [email protected] 
   www.suedwind-agentur.at 
   
   Amela Muratovic
   ÖGB Kommunikation
   0664/88628652
   E-Mail: [email protected]
   www.oegb.at

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