• 07.05.2012, 12:38:16
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GPA-djp-Katzian fordert AUVA-Prävention auch für arbeitsbedingte Erkrankungen

Nicht nur ArbeitnehmerInnen, sondern auch Betriebe zu Gewinnern machen

Wien (OTS/ÖGB) - "Wir freuen uns über den Rückgang der
Arbeitsunfälle im Vorjahr, das Präventionsprogramm zeigt Wirkung",
kommentiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten,
Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian, die
Statistik der AUVA, wonach die Zahl der Arbeitsunfälle 2011 im
Vergleich zum Jahr 2010 um fast sechs Prozent zurückgegangen ist.
Diese gute Präventionsarbeit bedürfe trotzdem einer
Weiterentwicklung, fordert Katzian die AUVA auf, verstärkt auch
Mittel in die Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen zu
investieren. "Arbeitsbedingte Belastungen führen zu Krankheiten, die
nicht nur für eine Vielzahl von Krankenstandstagen verantwortlich
sind. Immer öfter sind Burn-out und andere psychische Krankheiten die
Folge, die mittlerweile stark zu Invaliditäts- und
Berufsunfähigkeitspensionen führen. Im Jahr 2010 machten 44,5 Prozent
der für arbeitsunfähig erklärten Angestellten psychische Erkrankungen
geltend, die Zahl der Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen
deswegen hat sich von 3.601 Neuzugängen im Jahr 1995 auf 9.093 im
Jahr 2010 fast verdreifacht", gibt Katzian zu bedenken.

AUVA-Obfrau Römer begründe die Planung weiterer Kampagnen damit, dass
jeder Arbeitsunfall, den es zu verhindern gelinge, ein Gewinn sei.
"Würde die AUVA ihr Präventionsprogramm um arbeitsbedingte
Belastungen und Erkrankungen erweitern, wären die ArbeitnehmerInnen
nicht die einzigen Gewinner. Auch die Betriebe, die im Sinne von mehr
Präventionsangeboten stärker in die Verantwortung genommen werden
müssten, würden ja von gesunden und motivierten Beschäftigten
profitieren", fordert Katzian, dass die Prävention arbeitsbedingter
Erkrankungen ebenso zur Pflichtaufgabe der AUVA wird wie die
Prävention von Berufskrankheiten und von Arbeitsunfällen.

Rückfragehinweis:

Litsa Kalaitzis
   Gewerkschaft der Privatangestellten,
   Druck, Journalismus, Papier
   Tel.:    05 0301-21553
   Mobil.: +43 676 817 111 553
   Email: [email protected]
   Internet: www.gpa-djp.at

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