• 07.05.2012, 10:51:27
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vida zum Weltrotkreuztag: Auch auf die Anliegen der Beschäftigten schauen

Steinkellner: In Steiermark fehlt KV-Abschluss, in Tirol hapert es bei Ausstattung

Wien (OTS/ÖGB) - "Zu Recht wird am 8. Mai der Weltrotkreuztag
gefeiert, denn das Rote Kreuz und seine MitarbeiterInnen leisten rund
um den Globus Hilfe für Menschen in Notlagen. Zugleich ist es unsere
Aufgabe, als Gewerkschaft die Organisation auf die Mängel im Umgang
mit ihren eigenen Beschäftigten hinzuweisen", sagt der
stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner. Das Motto
des Österreichischen Roten Kreuz "Aus Liebe zum Menschen" müsse auch
Leitlinie für die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten sein. "Hier
sehen wir vor allem in der Steiermark und in Tirol Handlungsbedarf",
sagt Steinkellner.++++

Österreichweit gab es für die hauptberuflichen MitarbeiterInnen für
2012 zumindest moderate Lohnerhöhungen - ausgenommen für die
Beschäftigten in der Steiermark. "Trotz mehrerer Verhandlungsrunden
war es bislang nicht möglich, eine faire Lohnerhöhung zu erreichen.
Eine Einmalzahlung, die nicht dauerhaft die Einkommen erhöht, lehnen
die BetriebsrätInnen verständlicherweise ab", sagt Steinkellner.
Durch die Teuerung steigen die Preise für Wohnen, Energie und
Lebensmittel laufend an. "Daher müssen auch die Löhne dauerhaft
angehoben werden. Die Beschäftigten leisten wertvolle Arbeit - sie
haben sich eine Lohnerhöhung hart verdient", sagt Steinkellner.
Betroffen von der bisherigen "Nulllohn-Runde" sind sowohl die
Beschäftigten im Rettungsdienst als auch in der mobilen Pflege und
Betreuung in der Steiermark.

Lücken im Arbeitnehmerschutz beim Einsatz der Tiroler "Sanis"

Das Land Tirol hat das Rettungswesen 2009/2010 europaweit
ausgeschrieben. Zum Zug kam eine Bietergemeinschaft rund um das Rote
Kreuz, mit 1. Juli 2011 startete der neu organisierte Rettungsdienst.
Gemäß der Ausschreibung muss jeder Einsatzort binnen fünfzehn Minuten
erreicht werden. "Um das zu garantieren, warten die SanitäterInnen
jetzt nicht nur an Stützpunkten auf ihre Einsätze. Zusätzlich gibt es
sogenannte Bereitstellungspunkte, an denen die Rettungsautos
platziert werden", sagt Steinkellner. Das Problem dabei: Oft befinden
sich die Bereitstellungspunkte in unbewohnten Gegenden - ohne
benützbares WC in der Nähe. Viele Autos haben auch nach wie vor keine
Standheizung im Lenkerbereich, was insbesondere in der kalten
Jahreszeit ein Problem ist. Trotz einer Rüge des Arbeitsinspektorats
im Winter hat sich an der Einteilung der Dienste an
Bereitstellungspunkten und der Ausstattung der Rettungsautos bislang
kaum etwas verbessert.

"Wir fordern die Arbeitgeber auf, hier dringend für Verbesserungen zu
sorgen. Die Wertschätzung der MitarbeiterInnen muss sich auch in
adäquaten Arbeitsbedingungen und in einer fairen Entlohnung
ausdrücken", sagt Steinkellner abschließend.

Rückfragehinweis:
vida-Öffentlichkeitsarbeit
Martina Fassler
Tel: 0664/614 57 32
[email protected]
www.vida.at

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