- 04.05.2012, 10:10:07
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KV Chemische Industrie: 800 Beschäftigte bei Protestkundgebung in Schwechat
Arbeitgeber sollen an Verhandlungstisch zurückkehren - Ab 11. Mai Warnstreiks in ganz Österreich
Wien (OTS/ÖGB) - Knapp 800 Beschäftigte und BetriebsrätInnen der
Chemischen Industrie forderten gestern bei einer Protestkundgebung in
Schwechat die Arbeitgeber dazu auf, an den Verhandlungstisch
zurückzukehren. "Diese Versammlung ist erst der Anfang. Sollten die
Arbeitgeber keinen weiteren Verhandlungstermin anbieten, werden ab 9.
Mai in ganz Österreich Betriebsversammlungen abgehalten und ab 11.
Mai finden Warnstreiks statt", so die beiden Verhandlungsleiter der
Gewerkschaften Alfred Artmäuer, Stellvertretender Bundesvorsitzender
der PRO-GE und Roman Krenn, Wirtschaftsbereichssekretär in der
GPA-djp. ++++
Nachdem in bisher drei Verhandlungsrunden für die rund 43.000
Beschäftigten der chemischen Industrie weder bei den Lohn- und
Gehaltserhöhung noch beim Rahmenrecht nennenswerte Annäherungen
erzielt werden konnten, machten gestern Beschäftigte und
BetriebsrätInnen bei einer Protestkundgebung bei der Firma Borealis
Polyolefine in Schwechat (Niederösterreich) ihrem Ärger gegenüber dem
Verhalten der Arbeitgebervertreter lautstark Luft. "Es ist schlicht
ungerecht, dass die Unternehmen im vergangen Jahr die besten
Ergebnisse seit langem eingefahren haben, die Managementgehälter
stark angehoben werden und den Beschäftigten keine nachhaltige
Erhöhung geboten wird, die den Erfolgen der Branche entspricht", sind
sich Artmäuer und Krenn einig.
"Von den enormen Erfolgen müssen auch diejenigen profitieren, die sie
erwirtschaftet haben. Wir werden die Beschäftigten bei allen
Aktivitäten unterstützen, bis wir ein ordentliches
Verhandlungsergebnis erzielen. Wir sind bereit, alle dafür nötigen
Maßnahmen zu ergreifen. Und das beginnt mit einem deutlichen Signal
am 9. Mai", betonen Manfred Anderle, Bundessekretär der PRO-GE und
Karl Proyer, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der GPA-djp.
Am 27. April wurde die dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis
abgebrochen. Bisher gibt es keinen weiteren Verhandlungstermin. Die
Lohn- und Gehaltsforderung der Gewerkschaften von 5,8 Prozent bleibt
weiter aufrecht. Das Angebot der Arbeitgeber liegt weit unter den
Erwartungen der Beschäftigten. "Nun liegt es an den Arbeitgebern,
rasch die Verhandlungen wieder aufzunehmen und ein faires Angebot zu
legen. Die Streikfreigabe vom ÖGB-Vorstand wurde bereits vorsorglich
eingeholt", so Artmäuer und Krenn abschließend.
Rückfragehinweis:
PRO-GE Mathias Beer Tel.: 01 53 444 69035 Mobil: 0664 6145 920 E-Mail: [email protected] http://www.proge.at GPA-djp Mag. Elisabeth Schnallinger Tel.: 05 0301-21386 Mobil: 05 0301-61386 E-Mail: [email protected] http://www.gpa-djp.at
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