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OTS0247   3. Mai 2012, 15:17

Wurm fordert attraktivere Angebote für junge Frauen am Land


"Junge Frauen zwischen 20 und 29 Jahren zieht es
immer mehr in die Ballungsräume, weil sie in den Landgemeinden zu
wenig Angebot und Perspektive haben. Dieser Trend trifft nicht nur
auf steirische Gemeinden zu, wie eine Studie zeigt, sondern auch auf
Tiroler Landgemeinden. Hier braucht es Gegenstrategien und Angebote,
forderte die Tiroler SPÖ-Abgeordnete und SPÖ-Frauensprecherin Gisela
Wurm
anlässlich des heutigen Berichts in der "Tiroler Tageszeitung".
"Man müsste günstigen Wohnraum, Erleichterungen bei
Betriebsgründungen für ausreichend Arbeitsplätze sowie gut ausgebaute
Kinderbetreuungs- und Ganztagsschulplätze anbieten und eine aktive
Frauenpolitik machen, um junge Frauen nach einer gewissen Zeit
zumindest zur Rückkehr zu bewegen", so Wurm. ****

Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, leben in Innsbruck-Stadt mehr
Frauen als Männer (+ 4,77 Prozent), hingegen gibt es in den Dörfern
und Gemeinden einen akuten Frauenmangel. So sind etwa in Obernberg am
Brenner 61 Prozent der 15- bis 39-jährigen BewohnerInnen männlich.
"Die Ballungszentren bieten mit vielfältigen Ausbildungs- und
Arbeitsplatzangeboten, reichhaltigem Freizeitangeboten und passendem
Wohnangebot klare Vorteile für junge Frauen zwischen 20 und 29
Jahren, die meist gut ausgebildet, kinderlos und nicht in Vereinen -
im Gegensatz zu jungen Männern - organisiert sind. Das auch, weil das
Angebot von Vereinen meist auf Männer ausgerichtet und das für Frauen
noch dazu oft kostenpflichtig ist", so Wurm, die Landeshauptmann
Platter gefordert sieht, hier gegenzusteuern.

Säumig sind die Länder insbesondere auch noch immer beim Ausbau der
Kindergärten. Hier wäre eine Vereinheitlichung des Angebots und der
Qualität der Kinderbetreuungsplätze in ganz Österreich notwendig.
"Leider sind Kindergärten, die über Mittag geschlossen haben, unter
der Woche um 16 Uhr ihre Türen schließen und während der Sommermonate
sechs Wochen zu haben, in ländlichen Gebieten keine Seltenheit. Das
und andere infrastrukturelle Mängel sowie oft weite Wege zum
Arbeitsplatz lassen die Frauen flüchten und nicht mehr zurückkommen.
Wir dürfen sie aber nicht vernachlässigen und, wenn junge Frauen auch
verständlicherweise nicht immer zu halten sind, zumindest das Angebot
so zu attraktivieren, dass sie nach einer gewissen Zeit, die
Perspektiven sehen, sich wieder für's Leben im Dorf oder in der
Gemeinde zu entscheiden", so Wurm. (Schluss) up/sl/mp

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0247 2012-05-03 15:17 031517 Mai 12 SPK0004 0360



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