- 30.04.2012, 13:14:15
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FPÖ: Neubauer überbrachte Südtiroler Schützen Grüße aus dem Vaterland Österreich
Durnwalder will nichts gegen Kriegsflagge beim Alpini-Aufmarsch unternehmen
Wien (OTS) - Der freiheitliche Südtirol-Sprecher NAbg. Werner
Neubauer überbrachte der Bundesversammlung des Südtiroler
Schützenbundes die Grüße des Vaterlandes Österreich. Neubauer, der im
Rahmen von Besprechungen des parlamentarischen
Südtirol-Unterausschusses in Bozen weilte, erklärte in seinen
Ausführungen, dass sich trotz kontroversieller Standpunkte zu
verschiedenen aktuellen Themen einmal mehr gezeigt habe, dass
"Südtirol für Österreich einen Herzensangelegenheit ist und dies auch
bleiben wird".
Neubauer nahm nochmals Bezug auf den Freiheitsmarsch der Schützen, an
dem er selbst teilgenommen hatte, und bestätigte, dass dieser in
Würde und mit großer Disziplin aller Teilnehmer durchgeführt wurde.
"Nun gilt es, alle gemeinsame Kraft in die Gestaltung des Landes und
seiner Zukunft zu lenken", so Neubauer in seiner Ansprache. Es dürfe
keine Denkverbote dabei geben, alle willigen Kräfte müssten ins Boot
geholt, alle Modelle zugelassen und hinsichtlich ihrer Machbarkeit
überprüft werden. "Nur wenn dies gelingt, dass alle an einem Strang
und in dieselbe Richtung ziehen, wird dies im Sinne der Menschen in
Tirol auch gelingen", erklärt Neubauer.
Der Südtirol-Sprecher verwies auch nochmals, wie schon bei seiner am
Vortag abgehaltenen Pressekonferenz, auf einen Erlass des
österreichischen Bundesministers für Landesverteidigung. In diesem
wird eine Teilnahme von österreichischen Soldaten in Uniform am
Alpini-Aufmarsch, der vom 11. - 13.Mai in Bozen stattfinden wird,
verboten. Darüber hinaus sollen alle Kommanden und Verbände
beauftragt werden, die Bediensteten im jeweiligen
Verantwortungsbereich darüber in Kenntnis zu setzen, stellte Neubauer
fest.
"Dass die Alpini auf Kriegsfuß mit der Aufarbeitung ihrer eigenen
Geschichte zu stehen scheinen, zeigt ja auch die Broschüre, die
eigens für den Alpini-Aufmarsch erstellt und in einem kleinen Museum
in Bozen seit letzter Woche unentgeltlich aufliegt. Auf 166 Seiten
zeichnen die Autoren Paolo Valente und Nicolò Degiorgis ein Bild der
Alpini, das einer Geschichtsfälschung dieser italienischen
militärischen Einheit sehr nahe kommt", ergänzt Neubauer. Besonders
bedauerlich sei es daher, dass Landeshauptmann Durnwalder weiterhin
daran festhalte, seinen Platz auf der Ehrentribüne unter dem Eindruck
des faschistischen Mussolini-Reliefs einzunehmen. Andererseits wolle
er darauf verzichten, seinen Einfluss geltend zu machen, die Alpini
davon zu überzeugen, das Vorantragen der Kriegsflagge zu unterlassen,
um das friedliche Zusammenleben von drei Sprachgruppen in Südtirol
nicht zu gefährden. "Diese Haltung des Landeshauptmanns ist absolut
unverständlich und klar gegen die deutsche und ladinische Bevölkerung
und ein respektvolles Zusammenleben der Volksgruppen in Südtirol
gerichtet", hält Neubauer fest.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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