- 27.04.2012, 10:57:35
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Bayr: Mehr Frauen an Staatsspitzen und in die Parlamente
Internationaler Töchtertag: "Töchter können mehr - weltweit!"
Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale
Entwicklung, ruft am Internationalen Töchtertag am 28. April zu
verstärkter Unterstützung von Mädchen in deren Ausbildungswünschen
auf. "Mädchen müssen frei wählen können, welchen Bildungsweg sie
einschlagen, überall auf der Welt", fordert Bayr am Freitag gegenüber
dem SPÖ-Pressedienst und führt weiter aus: "Eltern und Verwandte
sowie Gesellschaften in deren Gesamtheit dürfen ihre Töchter nicht an
deren persönlicher und beruflicher Entwicklung hindern. Im Gegenteil:
Ich rufe die genannten auf, ihre weiblichen Nachkommen gezielt zu
fördern." ****
Noch immer ist der Anteil an Frauen in politischen Positionen
deutlich niedriger als der Anteil an Männern. "Als
Nationalratsabgeordnete wünsche ich mir weltweit mehr Kolleginnen. Es
gibt vor allem immer noch viel zu wenige weibliche Staats- und
Regierungschefinnen. Aktuell haben wir etwa zehn Frauen an der Spitze
von Staaten. Bei aktuell 194 anerkannten Staaten ist das eine
mickrige Bilanz", führt Bayr aus und ergänzt: "Besonders freue ich
mich aber, dass gerade diesen Monat eine Frau das Amt der Präsidentin
in Malawi übernommen hat. Joyce Banda ist Frauenrechtlerin und
treibender Motor der Frauenbewegung in ihrer Heimat. 2011 wurde sie
sogar als drittmächtigste Frau Afrikas ausgezeichnet. Wir brauchen
mehr solcher Frauen".
Nachdem kein Mädchen als Staatschefin oder Präsidentin zur Welt
kommt, sei die Chancengleichheit, die den Mädchen in jungen Jahren
gewährt wird, ein wichtiger erster Schritt zu einem selbstbestimmten
und unabhängigen Leben, zu Selbstermächtigung und politischer
Teilhabe. "Viele Politikerinnen haben ihre ersten Erfahrungen mit der
Verantwortung für andere in der Familie oder der Schule gemacht.
Dieses Know-how gilt es zu nutzen und auszubauen. Geschlechterquoten
helfen Frauen, den Platz in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu
finden, der ihnen zusteht, und von dem aus sie sich bestmöglich für
das Gemeinwohl stark machen können. Ruanda mit einem Anteil von über
56 Prozent weiblichen Abgeordneten ist da ein gutes Beispiel", so
Bayr. Laut Interparlamentarischer Union beträgt weltweit der Schnitt
an Parlamentarierinnen 19,5 Prozent, besonders unterrepräsentiert
sind Frauen in arabischen und pazifischen Staaten. Nur 43 Staaten
weltweit erreichen den UNO-Zielsatz von 30 Prozent Frauenanteil in
den Parlamenten.
Die OEZA hat Ermächtigung von Frauen als ein Schwerpunktthema.
"Leider behandelt die österreichische Entwicklungszusammenarbeit
ihren Frauenschwerpunkt aber stiefmütterlich und hat auch hier den
Rotstift angesetzt, obwohl Minister Spindelegger immer wieder betont,
dass er Programme und Projekte, die Frauen und Mädchen unterstützen,
von den Kürzungen ausnimmt. Der Internationale Töchtertag scheint mir
eine passende Gelegenheit, an Minister Spindelegger zu appellieren,
mehr Mittel in die Förderung von Frauen und Mädchen zu investieren.
Ja, es handelt sich um ein Investment: Haben Frauen Zugang zu
Bildung, können sie eher der Armutsspirale entkommen und so zur
Entwicklung des gesamten Landes beitragen", ist Bayr überzeugt und
meint zum Abschluss: "Der Slogan der einstigen Kampagne von
Frauenministerin Johanna Dohnal 'Töchter können mehr!' ist in jedem
Fall auch global zu verstehen!" (Schluss) bj/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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