• 26.04.2012, 11:11:02
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Ablinger plädiert für eine Modernisierung des Urheberrechts und progressive Netzpolitik

SPÖ lädt gemeinsam mit SPD und S&D zur Tagung "Das Recht auf Wissen" von 4. bis 5. Mai

Wien (OTS/SK) - Für eine Modernisierung des Urheberrechts und
Anpassung an die technologischen Bedingungen des 21. Jahrhunderts
sprach sich heute, Donnerstag, SPÖ-Kultursprecherin Sonja Ablinger
aus. "Die neuen technologischen Entwicklungen erfordern eine
Modernisierung des Urheberrechts. Die Herausforderung dabei ist, neue
und vielfältige kreative Ausdrucksformen zu ermöglichen und
gleichzeitig eine angemessene Vergütung für die Kulturschaffenden
sicherzustellen", so Ablinger gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Daher
lädt die SPÖ gemeinsam mit den Parlamentsfraktionen von SPD und S&D
im Europaparlament von 4. bis 5. Mai zu einer Tagung unter dem Titel
"Das Recht auf Wissen - für eine progressive Netzpolitik" ein.
Auftakt der Tagung ist eine Pressekonferenz von SPÖ-Kultursprecherin
Sonja Ablinger, dem netzpolitischen Sprecher der
SPD-Bundestagsfraktion Lars Klingbeil und SPÖ-EU-Abgeordneter Evelyn
Regner, Mitglied der Fraktion der Progressiven Allianz der
Sozialdemokraten im Europäischen Parlament (S&D), die gemeinsame
Eckpunkte zum Urheberrecht präsentieren. ****

"Durch die Digitalisierung haben sich die Anforderungen an das
Urheberrecht verändert", führte die SPÖ-Kultursprecherin weiter aus.
In manchen Bereichen sei dabei auch eine Schieflage entstanden, so
spiegle sich die veränderte kulturelle Praxis nicht ausreichend im
Urheberrecht wider. "Darüber hinaus gibt es auch Schutzfristen und
Schrankenregeln, die innovationshemmend wirken und neue, kreative
Ausdrucksformen verhindern", betonte Ablinger.

"Ziel des Urheberrechts muss der Interessensausgleich sein. Es gilt,
die Verhandlungsposition der Kreativen zum einen und die Stellung der
NutzerInnen und KonsumentInnen zum anderen zu verbessern", betonte
die SPÖ-Kultursprecherin. Die Verhandlungsposition der Kreativen
solle gegenüber der Verwertungsindustrie beispielsweise durch ein
Urhebervertragsrecht, das u.a. einen Bestsellerparagraphen enthält,
oder ein garantiertes Zweitveröffentlichungsrecht für
Wissenschafterinnen und Wissenschafter gestärkt werden.

Einkommenssituation von Kreativen stärken - Keine
Kriminalisierung des Schulhofes

Als "keine Lösung" bezeichnete Ablinger die "Kriminalisierung des
nicht-kommerziellen Tauschs von Dateien und damit des Schulhofs".
Vielmehr gelte es den Strukturwandel hin zu neuen Geschäftsmodellen
aktiv zu begleiten und alternative Formen der Vergütung zu
entwickeln. "Eine Reform des Urheberrechts ist eine große
Herausforderung - hier treffen starke Interessensgegensätze auf sehr
unterschiedliche Positionierungen - auch innerhalb der
Kulturschaffenden - und starke Lobbyingaktivitäten. Ich plädiere
daher für einen ausgewogenen Diskurs mit der Zielsetzung, die
Position von Kreativen und Nutzerinnen und Nutzern zu stärken", so
Ablinger.

Nähere Informationen zur Tagung am 4. und 5. Mai:
http://netzpolitik.spoe.at

Termin-Aviso:

Freitag, 4. Mai 2012: Pressekonferenz - "Das Recht auf Wissen - für
eine progressive Netzpolitik im Zeitalter von ACTA, PIPA und SOPA.
Präsentation gemeinsamer Eckpunkte zum Urheberrecht von SPÖ, SPD und
S&D" um 9.30 Uhr im Pressezentrum des Parlaments.

Rückfragen und Anmeldungen: Mag. Sabine Seuss, [email protected],
Tel. +43/1/401 10-3578

(Schluss) bj/sas/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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