- 25.04.2012, 14:21:29
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Schieder-Vortrag in New York:: Europa braucht dringend Wachstumsstrategie
Europäische "Projectsbonds" zur Finanzierung von europaweiten Wachstums- und Arbeitsmarktmaßnahmen notwendig
Wien (OTS/SK) - "Die Unterstützung von nachhaltigem
wirtschaftlichem Wachstum" nannte Staatssekretär Andreas Schieder bei
seinem Vortrag "Inside Europe Politics" an der Columbia Universität
in New York als aktuell zentralste Herausforderung der Europäischen
Politik. Nur so sei den in einigen Regionen Europas enormen Problemen
am Arbeitsmarkt, vor allem im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit,
nachhaltig etwas entgegenzusetzen. Den unmittelbar notwendigen
Reaktionen zur Stabilisierung der Finanzmärkte müsse auf europäischer
Ebene jetzt die Umsetzung nachhaltiger Wachstumsstrategien folgen.
Dafür müssten europäische Mittel, etwa in Form von "Projectsbonds"
zur Verfügung gestellt werden. Investitionen in europaweite
Infrastruktur, Telekommunikation und Erneuerbare Energien stehen
dabei ganz oben auf der Prioritätenliste. ****
Finanzstaatssekretär Schieder führte außerdem die Wichtigkeit einer
europäischen Arbeitsmarktstrategie aus, die auf eine gerechtere
Verteilung von Einkommen und Vermögen innerhalb der Europäischen
Union abzielt. Eine koordinierte Steuer- und Lohnpolitik ist ein
Element dabei. Nur so könne man dem dringlichsten Problem der
Europäischen Union beikommen, der in manchen Teilen Europas sehr
hohen Jugendarbeitslosigkeit. "Wenn wir diesem gefährlichen Trend
nicht alle Maßnahmen, die wir aufbieten können, entgegen halten,
riskieren wir eine ganze Generation zu verlieren", so Schieder. In
Spanien etwa haben 50 Prozent der jungen Menschen unter 25 Jahren
keine Arbeit. Schieder sprach sich in diesem Zusammenhang für einen
Europäischen Jugendbeschäftigungspakt aus.
Die Krise, so Schieder, habe spezifische europäische Probleme
sichtbar gemacht, etwa mangelnde Möglichkeiten für rasches
gemeinsames Agieren. Aber auch spezifische europäische Stärken haben
sich in der Krise gezeigt: "Das europäische Modell des aktiven
Wohlfahrtsstaates hat sich mehr als bewährt. Gerade Sozialleistungen
haben den totalen Einbruch der Konsumnachfrage und somit einen noch
stärkeren wirtschaftlichen Einbruch verhindert". (Schluss) ah
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