- 25.04.2012, 11:39:39
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FPÖ-Unterreiner: Aktuelle Diskussion über Musikschulen zeigt Ignoranz der Verantwortlichen
Wir brauchen mehr Musikschulen für unsere Kinder
Wien (OTS) - "Die derzeitige Diskussion über die angebliche Wiener
Musikschuloffensive zeigt wieder, wie desinteressiert und
unverantwortlich die derzeitige Wiener Stadtregierung in dieser Sache
agiert", so die Freiheitliche Kultursprecherin NAbg. Mag. Heidemarie
Unterreiner.
Mehr Gruppen-Musikunterricht in den Schulen sei ja gut, um Interesse
bei den Kindern zu wecken. Der eigentliche Unterricht und die
Förderung von Talenten könne jedoch nur im Einzelunterricht
stattfinden. Dass es in Wien nicht möglich sei, genug Musikschulen
mit genügend Plätzen zu schaffen, um allen interessierten Kindern
eine geeignete Ausbildung zu ermöglichen, sei einer
Weltmusikmetropole nicht würdig und eine Schande, so Unterreiner
weiter.
"Man will dieses Desaster, das seit Jahrzehnten in Wien im
Musikschulbereich vorherrscht, nicht anpacken und bereinigen. Den
Verantwortlichen ist eine musikalische Ausbildung unseres Nachwuchses
völlig egal. Vielleicht sollte man ihnen keine böse Absicht
unterstellen, wahrscheinlich haben sie schlichtweg keine Ahnung von
der Sache. Eine Lösung der Problematik muss sofort erfolgen. Eine
Alibiaktion, wie der geplante Gruppenunterricht im Rahmen des
Regelunterrichts bzw. am Nachmittag, kann nur eine begleitende
Maßnahme sein. Das ordentliche Erlernen eines Instruments, vor allem
für Begabte, ist in dieser Form aber unmöglich. Neben der so
wichtigen Entwicklung der Persönlichkeit unserer Kinder, sollen in
den Musikschulen zukünftige Musiker ausgebildet werden", ist
Unterreiner besorgt.
Wie egal den Verantwortlichen die Ausbildung einer musischen Elite
sei, zeige auch der Verkauf der Semmelweisklinik zur Errichtung einer
Eliteschule. Hier sollen musisch begabe Kinder eine Ausbildung
erhalten, die sich ausschließlich nur sehr reiche Familien leisten
könnten. Offensichtlich habe man verabsäumt die Gelegenheit zu
nützen, hochbegabten österreichischen Kindern Stipendienplätze zu
sichern, nachdem sich nur wenige österreichische Familien 30.000,-
Euro im Jahr leisten könnten, so Unterreiner abschließend.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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