• Nachrichten-
    agentur
  • Bildagentur
  • Informations-
    management
  • Informations-
    technologie

Message delivered APA-OTS Originaltext-Service

Bayr erinnert am Tag des Baumes an die Errungenschaften der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai

Die Zerstörung von Wäldern trägt zur Unterentwicklung bei

Wien (OTS/SK) - Am Tag des Baumes am 25. April erinnert Petra
Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, an die Errungenschaften der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai. "Die Kenianerin hat als erste afrikanische Frau für ihr unermüdliches Engagement zum Schutz der Umwelt und die demokratische Entwicklung ihres Landes vor knapp zehn Jahren den Friedensnobelpreis erhalten. Ihre Aktivitäten sind auch heute noch hochaktuell", stellt Bayr gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. ****

Wangari Maathai ist die Gründerin der Bewegung "The green belt movement", die sich von Kenia aus in mehrere afrikanische Staaten ausgebreitet hat. "Maathai erkannte, dass Unterentwicklung und Umweltzerstörung nicht voneinander zu trennen sind. In ihrer Heimat waren negative Entwicklungen wie Erosion, zunehmende Trockenheit, fortschreitende Wüstenbildung und daraus resultierende Unterernährung direkt auf Rodungen der Waldbestände zurückzuführen. Maathai, eine Frau der Tat, beschloss etwas dagegen zu tun und fing an, Bäume zu pflanzen", führt Bayr weiter aus. Das "green belt movement" verfolgte ein Konzept, das nicht nur die Umwelt schützt, sondern auch die Frauen in den lokalen Gemeinschaften stärkt. So wurde das Pflanzen von Bäumen und somit auch der Umweltschutz zur Frauensache. Frauen wurden für jeden erfolgreich gezogenen und eingepflanzten Baum mit kleinen Geldsummen entlohnt. "Darüber hinaus setzte sich Maathai für die Förderung der Demokratie in Kenia ein. Sie knüpfte das 'green belt movement' an ein Bildungsprogramm, das den Menschen die Bedeutung von demokratischer Mitbestimmung und Umweltschutz näherbrachte", erläutert Bayr die Errungenschaften der Kenianerin.

Am Tag des Baumes betont Bayr die Wichtigkeit von Umweltschutz für die Entwicklung. "Menschen können nur in einer intakten Umwelt ihr volles Potential entwickeln. Bäume sind dafür unerlässlich. Wir müssen alle Ursachen der überproportionalen Abholzung bekämpfen", zeigt sich Bayr entschlossen. Die Gründe für extensive Waldvernichtung sind vielfältig: Wald wird für die Ausweitung von Weideflächen gerodet, um den erhöhten Fleischkonsum zu befriedigen oder um Anbauflächen für "cash crops" zu schaffen, an deren Erlös die lokale Bevölkerung meist nicht teilhat. Auch durch das sich ausweitende Phänomen des "land grabbings" und der wachsenden Nachfrage nach Agrartreibstoffen werden Wälder zerstört. "Eine nachhaltige Waldwirtschaft ist ein unerlässlicher Bestandteil nachhaltiger Entwicklung", ist Bayr überzeugt. (Schluss) bj/mp

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002