• 13.04.2012, 10:31:14
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FPÖ: Winter: Salafistische Koran-Verteilung nun auch in Österreich

FPÖ-Politikerin kündigt parlamentarische Anfragen über Salafisten-Netzwerk in Österreich an

Wien (OTS) - Die in Deutschland heftig umstrittene
Koran-Verteilung durch radikal-islamische Salafisten hat nun auch auf
Österreich übergegriffen. In Wien wurden bei einem Infostand im 10.
Gemeindebezirk hunderte Koranexemplare kostenlos an Passanten
verteilt. Neben Wien fanden weitere Gratis-Koran-Aktionen in Graz,
Klagenfurt und Vöcklabruck statt. Für heute ist ein Infostand am
Viktor-Adler-Markt in Wien-Favoriten angekündigt. Insgesamt sollen
rund 25 Millionen Bücher in Fußgängerzonen in Deutschland, Österreich
und der Schweiz verbreitet werden. Während deutsche Politiker quer
durch alle Fraktionen über die offensive Missionierungsarbeit der
islamistischen Strömung besorgt sind und extremistische Umtriebe
befürchten, sieht der österreichische Verfassungsschutz hingegen
keinen Anlass für Ermittlungen.

Für die Grazer FPÖ-Nationalratsabgeordnete Susanne Winter ist die
hiesige Laissez-faire-Mentalität von Politik und Behörden aus
vielerlei Gründen unverständlich: "Salafisten verbreiten die
Ideologie eines rückwärtsgewandten Ur-Islam, der besonders Frauen auf
die niedrigste Stufe der Gesellschaft herabstellt. Sie werden
gezwungen, sich vollständig zu verschleiern, und müssen bei Ehebruch
mit der Todesstrafe durch Steinigung rechnen. Die Anhänger des
Salafismus lehnen aufgrund ihrer extremen Glaubensausrichtung auch
gemäßigte Muslime ab und wollen einen islamischen Gottesstaat mit der
Scharia als Rechtsordnung an Stelle der Demokratie etablieren. Einige
Salafisten sind für den Einsatz von Gewalt zur Durchsetzung dieser
Ziele durchaus empfänglich", erklärt Winter. Mit der Werbeaktion
könnten die Extremisten unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit
nunmehr völlig ungestört ihre Hassparolen verbreiten und neue
Mitglieder werben. Die heilige Schrift der Muslime werde dabei als
Mittel zum Zweck missbraucht.

"Der Salafismus war der Durchlauferhitzer für viele islamistische
Terroristen der jüngsten Vergangenheit. Der Frankfurter Attentäter
vom März 2011 pflegte im Internet Kontakte zu Salafisten, auch der
Serienmörder von Toulouse wurde vom bosnischen Ableger einer
mittlerweile aufgelösten deutschen Salafisten-Vereinigung
indoktriniert. Angesichts dieser Fakten ist es einerseits
verständlich, dass in Deutschland ein Verbot der radikalen Salafisten
geprüft wird, andererseits unverständlich, dass Innenministerin
Johanna Mikl-Leitner mit gutmenschlicher Zurückhaltung agiert und die
potenziellen Gewalttäter ungehindert schalten und walten lässt.
Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, allerdings muss sie vor solchen
geistigen Irrläufern bewahrt werden", fordert Winter einmal mehr ein
Einreiseverbot für amtsbekannte Provokateure und islamistische
Hassprediger aus dem Ausland. Gerade Personen wie der ehemalige
Profi-Boxer und Islam-Konvertit Pierre Vogel würden regelmäßig nach
Österreich reisen, um den Rekrutierungsbemühungen hiesiger
Islamvereine Starthilfe zu geben.

Die freiheitliche Abgeordnete kündigt außerdem an, das
Innenministerium mit einer Serie von parlamentarischen Anfragen über
ein salafistisches Netzwerk in Österreich zu befassen. "Uns liegen
Informationen vor, dass sich in den letzten Jahren eine Achse des
Islamismus von Saudi Arabien über Bosnien nach Österreich und
Deutschland gebildet hat, an der auch aktiv predigende Imame aus Wien
und Graz beteiligt sind. Die Geistlichen stehen zumindest in
ideologischer Verbindung zu Terroristen", so Winter. Auf bosnischen
Islamisten-Websites meint ein Geistlicher etwa, man solle "Feinde
dann angreifen, wenn sie es am wenigsten erwarten". Ein anderer kommt
zu der Erkenntnis, dass die bosnisch-muslimische Situation "nicht
anders als die palästinensische ist. Wenn wir also
Selbstmordattentate als eine legitime Methode im Kampf gegen die
Besetzung Palästinas sehen, müssen wir mit uns selbst im Reinen sein
und nach Banja Luka und andere besetzte Orte gehen, um dort bewaffnet
mit Sprengstoff Soldaten und Zivilisten zu töten."

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
   http://www.fpoe-parlamentsklub.at
   http://www.fpoe.at

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