• 12.04.2012, 13:42:30
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Kadenbach/Gaßner/Zehentner zu GAP-Reform: Ländlicher Raum ist mehr als Landwirtschaft

Fraktionskonferenz zu GAP-Reform: Intensiver Austausch zwischen nationalen und europäischen Agrarpolitikern

Wien (OTS/SK) - Gestern, Mittwoch und heute wurde im Europäischen
Parlament intensiv die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach
2013 diskutiert. In einer von der S&D-Fraktion organisierten
Konferenz tauschten sich Experten, Wissenschafter, EU-Parlamentarier
und die sozialdemokratischen Agrarsprecher aus den Mitgliedstaaten
aus. Neben der SPÖ-EU-Abgeordneten Karin Kadenbach wurde Österreich
von Nationalratsabgeordneten Kurt Gaßner und Bundesrat Robert
Zehentner vertreten. ****

Kadenbach, stv. Mitglied im Agrarausschuss des Europäischen
Parlaments, hob hervor, wie wichtig der Austausch von nationaler und
europäischer Ebene ist. Denn nur wenn auch nationale und regionale
Besonderheiten im Diskussionsprozess berücksichtigt werden, könne man
zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gelangen. Sie verlangt bei der
GAP nach 2013 eine stärkere Fokussierung auf den Umweltschutz. "Auch
der Landwirtschaftsbereich muss zum Arten- und Klimaschutz
ausreichend beitragen. Deshalb muss biologischer Landbau stärker als
bisher gefördert werden", so die SPÖ-Europaparlamentarierin.

Kurt Gaßner zeigte sich erfreut, dass im Rahmen der Konferenz gerade
von wissenschaftlicher Seite die sozialdemokratische Forderung
unterstützt wurde, dass nicht nur einzelne Agrarbetriebe gefördert
werden sollen, sondern der gesamte ländliche Raum Berücksichtigung
finden müsse. "Auch die Landwirtschaft braucht eine funktionierende
Infrastruktur des ländlichen Raumes. Dazu gehören Arbeitsplätze
außerhalb des Landwirtschaftssektors, Schulen und medizinische
Versorgung", sagte Gaßner. Er verwies darauf, dass Österreich eine
besonders hohe Dichte an Nebenerwerbsbauern habe. Geraten diese unter
Druck, dann sei auch der ländliche Raum in Gefahr. Auch Bundesrat
Zehentner warnte vor einer "Entleerung des ländlichen Raumes", werde
die ländliche Entwicklung nicht ausreichend unterstützt, denn, so
Zehentner, "ein Bauer ist noch kein Dorf".

"Die Konferenz ist ein wesentlicher Baustein zur Positionsfindung des
Europäischen Parlaments. Der gestartete Dialog zwischen nationalen
und europäischen Politikern muss kann es gelingen, in der GAP ab
2013 sozialdemokratische Konturen sichtbar zu machen." Er werde daher
auch in den kommenden Monaten intensiv mit den politisch
Verantwortlichen im Europäischen Parlament zusammenarbeiten.
"Österreich muss sich in Brüssel einbringen, wenn wir etwas erreichen
wollen", betonte der SPÖ-Landwirtschaftssprecher. (Schluss) mo/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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