Muchitsch: Stoppt unfairen Wettbewerb! Patriotismus statt unfairer Auftragsvergaben!

Bgm. Martin Weber unterstützt Sozialpartnerinitiative "Bau auf A!" - Aufruf an alle BürgermeisterInnen

Graz (OTS) - (GBH/ÖGB). Einen dringenden Appell richtet die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) an die öffentlichen, aber auch privaten AuftraggeberInnen vor allem in den Grenzregionen. GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch: "Wir beobachten gerade in der Steiermark, dass Auftragnehmer aus den Nachbarländern mit unfairen Methoden zu einer immer größeren Konkurrenz für die heimischen Unternehmen werden. Patriotismus kann man nicht kaufen - leider aber legale, jedoch unfaire Dienstleistungen aus dem Ausland!" ++++

Mit der Arbeitsmarktöffnung drängen verstärkt slowenische Unternehmen mit unmoralischen Angeboten in den Bezirk Radkersburg (Stmk.) und machen den heimischen Betrieben zu schaffen. Nach der Auftragsvergabe der Stadtgemeinde Radkersburg an ein slowenisches Bauunternehmen folgen nun vermehrt auch private Auftraggeber diesem Beispiel. Es entwickelt sich ein unfairer Wettbewerb zu Lasten der regionalen Firmen und Arbeitsplätze, da mit Dumpingpreisen operiert wird, die ein seriös arbeitendes österreichisches Unternehmen nicht unterbieten kann. Die Folge: Mit Anfang April 2012 muss der Bezirk Radkersburg mit plus 21,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr den höchsten Zugang an Arbeitslosigkeit in der Steiermark verzeichnen. Die Alarmglocken bei den VerantwortungsträgerInnen in der Region müssen nun endlich läuten.

Zur Sicherung eines fairen Wettbewerbes und zum Schutz der KonsumentInnen starteten die Bausozialpartner bereits im April 2011 die Bewusstseinsinitiative "BAU auf A!". Diese Initiative ist ein Jahr nach der Arbeitsmarktöffnung offenbar wichtiger denn je! "BAU auf A!" steht für Qualität österreichischer Dienstleistungen und Produkte, für Auftragsvergaben an heimische Unternehmen sowie für umweltbewusstes und gesundes Bauen.
Muchitsch: "Gerade in der aktuellen wirtschaftlich angespannten Situation speziell in der Bauwirtschaft gilt es zur Sicherung der heimischen Unternehmen und Arbeitsplätze, Aufträge "österreichisch" zu vergeben. Die gesetzlichen Voraussetzungen dafür wurden von der Politik geschaffen. Billige und unmoralische Angebote von ausländischen Firmen sind nicht mit der österreichischen Qualität und Gewährleistung vergleichbar. Die Gefahr ist groß, dass bei eventuell später auftretenden Bauschäden Gewährleistung und Schadenersatz an der österreichischen Grenze enden. Billig Bauen kann daher teuer werden. Schlussendlich entscheidet aber noch immer der Auftraggeber in Österreich, egal ob öffentlicher oder privater, wer einen Auftrag - mit oder ohne Subvergaben - erhält."

Appell an die BürgermeisterInnen

Kleine regionale Unternehmen sind die verlässlichsten Beitragszahler von Sozial- bzw. Steuerabgaben und sichern Tausende Arbeitsplätze. "Aufträge bis zu einer Millionen Euro können laut Vergaberichtlinien regional vergeben werden. Das gibt den Gemeinden die Möglichkeit, heimische Firmen sowie regionale Anbieter zu berücksichtigen. Die Bürgermeister haben die Pflicht, dies auch zu tun. `Made in Austria muss generell stärker beachtet werden. Denn unsere hochqualifizierten Lehrlinge werden nicht in Slowenien ausgebildet", appelliert auch der Tieschener Bürgermeister und LAbg. Martin Weber an alle verantwortlichen Bürgermeister, die Initiative "Bau auf A!" zu unterstützen.

Muchitsch bekräftigt: "Ziel muss es sein, unsere Regionalwirtschaft durch regionale Vergaben und Wertschöpfung am Leben zu erhalten, anstatt heimische Betriebe zu schwächen. Sonst kommt es im ländlichen Raum zu einer noch stärkeren Abwanderung. Auftragsvergaben an ausländische Unternehmen können zwar kurzfristig ein billigeres Bauen bedeuten, führen jedoch mittel- und langfristig sicher zu fehlenden Einnahmen. Das schwächt den Wirtschaftsstandort Österreich!"

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