- 06.04.2012, 09:30:00
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Bayr erinnert anlässlich des Weltgesundheitstages an das Menschenrecht auf Gesundheit
Im südlichen Afrika leben Menschen wegen Gesundheitsproblemen um 20 Jahre kürzer
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April
erinnert Petra Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für Globale Entwicklung,
dass Gesundheit ein Menschenrecht ist. Dieses ist unter anderem in
der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen
verankert. "Jeder Staat ist verpflichtet, für die Gesundheit der
Menschen, die diesen bewohnen, zu sorgen. Dieses Menschenrecht
impliziert ausreichende Versorgung im Krankheitsfall, die für jede
und jeden leistbar sein muss. Darüber hinaus sind die Staaten
aufgefordert, präventive Gesundheitsförderung zu betreiben",
erläutert Bayr am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Der Schwerpunkt des heurigen Weltgesundheitstages liegt bei Altern
und Gesundheit. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind derzeit 600
Millionen Menschen 60 Jahre alt oder älter. Die Lebenserwartung
variiert in den Weltregionen aber stark. "Während die Lebenserwartung
in den Industrienationen bei Frauen bei 82 und bei Männern bei 75
Jahren liegt, ist sie in den Entwicklungsländern wesentlich
niedriger. Im Afrika südlich der Sahara liegt sie etwa nur bei 56
Jahren bei Frauen beziehungsweise 54 Jahren bei Männern. Das sind
etwa 20 Lebensjahre, die den Menschen in den armen Regionen der Welt
aufgrund schlechter Lebensbedingungen verwehrt bleiben", führt Bayr
aus.
Ältere Menschen übernehmen gerade in diesen Regionen aber sehr
wichtige soziale Aufgaben. Im Afrika südlich der Sahara gibt es laut
Schätzungen von UNICEF über 15 Millionen AIDS-Waisen. Sie haben einen
oder beide Elternteile wegen der Immunschwächekrankheit verloren.
"Wenn diese Kinder Glück im Unglück haben, leben ihre Großeltern noch
und kümmern sich um sie. Da ist es besonders wichtig, dass die
älteren Menschen gesund sind, um diese zusätzlichen Pflichten
übernehmen zu können und nicht eine Generation von Kindern und
Jugendlichen sich selbst zu überlassen", sagt Bayr. (Schluss) bj
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