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Bodenschutz-Netzwerk verbindet NÖ mit dem ganzen Donauraum

Pernkopf: Zusammenarbeit mit den Donauländern stärkt die Regionen durch Erfahrungsaustausch und Umsetzungsbeispiele aus der Praxis!

St. Pölten (OTS) - Das Land Niederösterreich ist seit 2003
Mitglied im europäischen Bodenbündnis und die Kampagne 'unser Boden wir stehen drauf' wurde zu einem internationalen Vorzeigebeispiel für praxisorientierte Bewusstseinsbildung. Das durch Finanzmittel der Europäischen Union unterstützte Bodenschutznetzwerk SONDAR (Soil Strategy Network in the Danube Region) arbeitet mit den Nachbarländern Ungarn, Slowakei, Tschechien am vorsorgenden Bodenschutz und konkreten Themen und Projekten.

Internationales Netzwerk der Nachhaltigkeit in St. Pölten:

Schon zum 19. Mal tagten Arbeitsgruppen der ARGE Donauländer in
St. Pölten. Diesmal waren die Arbeitsgruppen "Ökologie, Bodenschutz und Nachhaltigkeit", "Ländlicher Raum" sowie eine Expertengruppe der IAD und Projektpartner der Netzwerke SONDAR und "Soziale Produktion" im Landtags-Sitzungssaal zusammengekommen. Unter dem Vorsitz Niederösterreichs berieten die internationalen ExpertInnen aktuelle Themen und Projekte des vorsorgenden Bodenschutzes und einer nachhaltigen Entwicklung im Donauraum. In den kommenden Jahren wird der "Europäischen Donauraumstrategie" (EUSDR) große Bedeutung beizumessen sein. Dass dabei die auf NÖ Initiative gestarteten Netzwerkprojekte "SONDAR" und "Soziale Produktion" aus der Sicht der praktischen Umsetzung großes Potential haben unterstrichen Florian Ballnus aus Bayern (EUSDR-Koordinator für den Bereich "Erhalt der biologischen Vielfalt, der Landschaften und der Qualität von Luft und Boden) und sein Kollege Roland Hanak vom Sozialministerium in Wien (Koordinator für den Bereich "Investitionen in Menschen und Qualifikationen")

EU-Projekt "SONDAR HU-AT" vorgestellt

7 Partnerorganisationen aus NÖ, OÖ, Wien und Ungarn knüpfen im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ) ein von der europäischen Union unterstütztes Netzwerk wachsender Bodenverantwortung zwischen Wissenschaft und Praxis, Verwaltung und Landnutzern, zwischen Bildung, Kunst und der Bevölkerung. Die Wirkung der Projektbeispiele soll für den gesamten Donauraum relevant werden.

In der bis Ende 2013 ausgelegten Zusammenarbeit geht es um die Themen "Boden als Filter" und um die Rolle von HUMUS und seine Bedeutung als Schlüssel für Bodenschutz, Klimaschutz und Bodenfruchtbarkeit. Ebenso werden Rahmenbedingungen für ein bodenschonendes Siedlungsmodell erarbeitet. Besonderen Anklang findet zurzeit ein Wettbewerb bei dem SchülerInnen aus über 100 Schulen aus Ungarn, der Slowakei und NÖ mit natürlichen, aus dem Projektgebiet gewonnenen Erdfarben kreativ und künstlerisch tätig sind. Die besten Bilder des Wettbewerbs werden mit ihren Werken an internationalen Ausstellungen in allen drei Staaten teilnehmen. Die Sieger werden am 31. Mai in St. Pölten gekürt.

"Soziale Produktion" - Kooperation mit Sozialbetrieben

Im Mittelpunkt des Interesses der über 100 TagungsteilnehmerInnen stand auch ein weiteres, österreichisch-ungarisches Umsetzungsprojekt: Das Modell der "Sozialen Produktion" beruht auf begleiteter Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen mit Sozialbetrieben. In einer internationalen Produkt-und Ideenschau im Landhausschiff zeigten mehr als 15 Aussteller erfolgreiche Beispiele. Von der transportablen CNC-Maschine über Recycling-Kunsthandwerk aus Ungarn bis zum Erdfarben-Malkasten und den in Sozialbetrieben gefertigten niederösterreichischen Nachhaltigkeitspreis für Wirtschaftsbetriebe, dem "NÖ-TRIGOS".

"Die aus dem Bereich Umwelt und Bodenschutz stammende Projektidee der 'Sozialen Produktion' ist eine gute Möglichkeit, Vorteile für alle Mitwirkenden zu erzielen. Gerade in Zeiten globaler Wirtschaftskrisen liegt es klar auf der Hand, dass eine saubere Umwelt allein nicht ausreicht. Es braucht sinnvolle Arbeit und regionale Wertschöpfung für ein auf Dauer lebenswertes Leben" sagt Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf.

Weitere Informationen finden Sie auf den nachstehend angeführten Webseiten.

www.sondar.eu / www.unserboden.at / www.soilart.eu / www.sozialproduziert.at

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