- 05.04.2012, 11:53:18
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Keine faulen Eier zu Ostern schenken
Bayr: Fair produzierte Spielsachen und Süßigkeiten machen doppelt Freude
Wien (OTS/SK) - Damit das Ostergeschäft für alle Menschen auf der
Welt erfreulich ist, appelliert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin
für Globale Entwicklung, zu Ostern nur faire Produkte zu verschenken:
"Jetzt zu Ostern wird viel Spielzeug und noch viel mehr Schokolade
gekauft. Leider stammt der Großteil immer noch aus Produktion, die
die Arbeiterinnen und Arbeiter nicht gerecht entlohnt. Ich ermutige
alle, sich zu Ostern mit fairen Produkten Freude zu machen und so
klarzustellen, dass wir uns nicht auf Kosten anderer bereichern",
führt Bayr aus. ****
Mehr als 80 Prozent des Spielzeugs, das in Österreich verkauft wird,
stammt aus China. Um dem internationalen Konkurrenzkampf um niedrige
Preise standzuhalten, werden in China die Arbeitsrechte in den
Fabriken oft nicht eingehalten. Viel zu lange Arbeitszeiten,
mangelnder Schutz vor Giftstoffen, erhöhte Unfallgefahr und zu
geringe Entlohnung sind häufig gang und gäbe. "Letztendlich liegt bei
uns Konsumenten die Entscheidung. Unterstützen wir die Praxis der
Ausbeutung oder kaufen wir als mündige Bürgerinnen und Bürger lieber
fair produziertes Spielzeug und respektieren die Rechte der
Arbeiterinnen und Arbeiter", so Bayr. Mehr Informationen zu fair
produzierten Spielsachen bietet die Südwind-Kampagne
www.spielsachen-fair-machen.at, die sich für faire Arbeitsbedingungen
in den Spielzeugfabriken einsetzt.
Auch bei den süßen Eiern und Hasen heißt es: besser fair als faul!
Erst Mitte März hat das Europäische Parlament einer Neuauflage des
internationalen Kakao-Abkommens zugestimmt. Dieses soll ökologische
und nachhaltige Kakaowirtschaft sicherstellen. "Ich begrüße diese
Resolution, vermisse aber rechtlich bindende Vorgaben. Ohne diese
können die Unternehmen und die Regierungen soziale und ökologische
Mindeststandards weiter umgehen", führt Bayr aus. Ganze 40 Prozent
der weltweiten Kakaoproduktion stammen aus der Elfenbeinküste, wo
Kinderarbeit und sklavenähnliche Zustände auf den Plantagen den
Arbeitsalltag dominieren. "Das ist unerträglich!", kommentiert Bayr
und stellt klar: "Schokolode ist für uns ein Luxusgut, aber es darf
kein Luxus sein, dass die Menschenrechte der Arbeiter auf den
Plantagen eingehalten werden. Geregelte Arbeitszeiten, faire
Entlohnung, Schutz vor Pestiziden und keine Kinderarbeit sind ein
Muss. Verschenken wir diese Ostern keine faulen Eier!", appelliert
Bayr an die österreichischen Konsumenten. (Schluss) bj/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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