- 05.04.2012, 09:51:02
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FPÖ: Mühlberghuber: Gemeinsame Obsorge entschärft Eltern-Konflikte
Nach Kindesentziehung in Graz soll Justizministerin Karl endlich neuen Anlauf nehmen
Wien (OTS) - Der aktuelle Fall von Kindesentziehung in Graz ist
für die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Edith Mühlberghuber ein
Alarmsignal. Vor allem der Umstand, dass es nach Auskunft des
Justizministeriums jedes Jahr in Österreich rund 25 derartige Fälle
und noch viel mehr Sorgerechtsstreitigkeiten mit Auslandsbezug gebe,
lasse aufhorchen. "Dieser Fall muss Justizministerin Karl zu denken
geben, dass es höchst an der Zeit ist, auch in Österreich ein
modernes, kinderorientiertes Scheidungsrecht in Form der gemeinsamen
Obsorge gesetzlich umzusetzen", appelliert Mühlberghuber.
Kinder wollen keinen Kampf "Mutter gegen Vater". Das Kindeswohl stehe
immer im Vordergrund, Eltern dürften ihre Kinder nicht
verantwortungslos zu Waffen in einem Scheidungskrieg machen, betont
Mühlberghuber: "Die gemeinsame Obsorge stellt nicht nur die
Gleichberechtigung der Eltern sicher, sie ist in erster Linie das
Recht der Kinder."
In Belgien beispielsweise gelte seit 1995, dass im Fall einer
Scheidung die elterliche Sorge dem Vater und der Mutter gemeinsam
zukomme, unabhängig davon, ob die Eltern zusammenleben oder nicht.
Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet und ist das
Kindesverhältnis zu beiden Eltern hergestellt, üben sie ebenfalls
gemeinsam die elterliche Sorge aus. "Vergleichbare Modelle haben sich
auch in Deutschland und Frankreich seit Jahren absolut bewährt. Aber
in Österreich lässt man die Situation nach Trennungen immer noch
eskalieren, anstatt die Eltern zu ihrer gemeinsamen Verantwortung zu
verpflichten", kritisiert Mühlberghuber.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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