- 02.04.2012, 12:00:56
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FPÖ-Gartelgruber: Mit voller Härte gegen Mädchenhändler!
Zwangsprostitution ist die moderne Sklaverei in Europa
Wien (OTS) - "Der jüngste Fall einer fünfzehnjährigen Rumänin, die
in Klagenfurt zur Prostitution gezwungen wurde, ist in höchstem Maße
schockierend. Leider sind minderjährige Zwangsprostituierte in
Österreich keine Ausnahmen. Diese Form der Ausbeutung junger Frauen
und Mädchen ist moderne Sklaverei und mit allen Mittel zu bekämpfen",
kommentiert die freiheitliche Frauensprecherin NR Abgeordnete Carmen
Gartelgruber den jüngsten traurigen Fall eines Mädchens, das in
Kärnten von der Polizei aus einem Bordell befreit wurde.
Der Fall einer bulgarischen Bande, die im März vor Gericht stand und
ebenfalls eine Minderjährige zur Prostitution gezwungen hatte,
demonstriere, dass es sich leider um keine Einzelfälle handle. "Im
Fall der bulgarischen Bande wurde von den Tätern die sogenannte
Loverboymethode angewandt, um ihre Opfer zur Prostitution zu zwingen.
Bereits im letzten Sommer habe ich genau vor dieser Methode gewarnt",
verweist Gartelgruber auf ihre Initiative gegen Zuhälter, die nach
der Loverboymethode agierten.
Seltsam anmutend seien in diesem Fall die sehr milden Urteile gegen
die Täter gewesen. "Mir sind die besonderen Schwierigkeiten eines
derartigen Falles durchaus bewusst. Deswegen ist es wichtig der
Exekutive, die nötigen Mittel in die Hand zu geben, um solche Täter
wirksam verfolgen zu können", meint Gartelgruber. Da es sich um
grenzübergreifende, organisierte Kriminalität handle, sei eine enge
Kooperation innerhalb Europas wichtig.
Daneben seien jedoch auch rechtliche Änderungen anzudenken. "Wenn
solche Täter bei ihrem Urteil applaudieren, dann ist da etwas falsch
gelaufen. Strengere Strafen sowie andere Maßnahmen sind dann zu
überdenken", erklärt Gartelgruber. Dabei könnte es sich, vor allem
wenn Unmündige die Opfer seien, um Verschärfung der Haftbedingungen
(Streichung von Freigängen etc), erschwerte vorzeitige Entlassung,
erschwerte bedingte Strafen sowie die Verankerung von Straftaten an
Unmündigen als besonderem Erschwerungsgrund im StGB handeln.
Zu hinterfragen sei in diesem Zusammenhang jedoch auch die Rolle der
"Kunden". "Ohne entsprechende Nachfrage nach minderjährigen
Prostituierten, gäbe es dieses Problem nicht. Wer solche Dienste in
Anspruch nimmt, macht sich mitschuldig", schließt Gartelgruber.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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