- 02.04.2012, 09:25:17
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Knochenmarktransplantation hilft, fremde Organe anzunehmen
Thomas Wekerle tritt erste Professur für Transplantationsimmunologie an der MedUni Wien an
Wien (OTS) - Bei einer Organtransplantation wehrt sich der
Empfänger mit einer Immunreaktion gegen das fremde Organ. Diese
Reaktion wird dauerhaft mit Immunsuppressiva bekämpft. Künftig
könnten diese Medikamente nicht mehr nötig sein. Wenn auch
Knochenmark des Spenders transplantiert wird, kommt es zu keiner
Abwehrreaktion. Allerdings ist das noch mit unerwünschten
Nebeneffekten verbunden. Thomas Wekerle von der Universitätsklinik
für Chirurgie, der am 1. April die erste Professur für
Transplantationsimmunologie an der MedUni Wien angetreten hat,
forscht in Knochenmarksmodellen daran, diese Nebenwirkungen zu
eliminieren.
Die betroffenen Empfänger müssten nämlich vorher bestrahlt werden
und Zytostatika einnehmen, synthetische Substanzen, die das
Zellwachstum bzw. die Zellteilung hemmen. Eine Behandlung, die mit
Haarausfall, Übelkeit sowie einer Verminderung der weißen und/oder
roten Blutkörperchen im Blut einhergehen kann.
"Sollte es gelingen, diese Toxizität zu eliminieren, wäre das
revolutionär", sagt Wekerle. Die neuesten Forschungsergebnisse lassen
hoffen, dass diese Revolution in naher Zukunft passiert. Wekerle:
"Große Fortschritte in diese Richtung gibt es durch den Einsatz von
regulatorischen T-Zellen vom Empfänger. Das sind so genannte
Suppressorzellen, ein Subtyp der bekannten T-Zellen."
Doppeltes Knochenmark unterdrückt die Immunabwehr
Die zusätzliche Transplantation von Knochenmark wird "Chimärismus"
genannt. Der Begriff kommt von der Chimäre in der griechischen
Mythologie, die ein Mischwesen war. Beim Chimärismus haben die
PatientInnen zwei Knochenmarke - ihr eigenes und jenes vom Spender.
Wekerle: "Gelingt es, dass sich das fremde Knochenmark einnistet,
erkennt der Empfänger das Spenderorgan nicht als fremd. Es erfolgt
keine Immunabwehr. Er wird dagegen tolerant." Erste Pilotstudien bei
Nierentransplantationen haben gezeigt, dass diese Methode sehr
erfolgversprechend ist.
Medizinische Universität Wien - Kurzprofil
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zahlreichen hochspezialisierten Laboratorien zählt sie auch zu den
bedeutendsten Spitzenforschungsinstitutionen Europas im
biomedizinischen Bereich. Für die klinische Forschung stehen über
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