• 21.03.2012, 11:17:48
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Internationaler Tag des Wassers - Bayr: Wasserkraft ist nicht immer die Lösung

Mega-Wasserkraftwerk in Brasilien gefährdet Menschen und Umwelt - Projekt muss gestoppt werden

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Internationalen Tags des Wassers
erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung,
an das umstrittene Mega-Wasserkraftwerk Belo Monte in Brasilien. "Nur
weil es Wasserkraft ist, heißt das noch lange nicht, dass das Projekt
automatisch gut ist. Das riesige Vorhaben hat enorm negativen
Einfluss auf die Umwelt und die Bewohnerinnen und Bewohner des
Amazonas", betonte Bayr heute, Mittwoch, im Gespräch mit dem
SPÖ-Pressedienst. "Mehr als 20.000 Menschen müssten durch die
Überflutungen für das Kraftwerk umgesiedelt werden und eine noch
größere Anzahl würde durch die Trockenlegung eines Teilabschnitts des
Rio Xingu ihre Lebensgrundlage verlieren. Zudem könnte sich das
Weltklima durch die weitläufigen Zerstörungen im Amazonas verändert,
denn das Amazonasbecken hat eine klimaregulierende Funktion, das ist
längst bewiesen", erläutert Bayr. ****

"Aus entwicklungspolitischer Sicht ist Belo Monte aus mehreren
Gründen eine Katastrophe. Es missachtet die Rechte der Indigenen, die
in der Verfassung verankert sind. Viele indigene Brasilianerinnen und
Brasilianer sollen in für deren Lebensweise nicht geeignete Gebiete
umgesiedelt werden", sagt Bayr. Für sie steht daher fest, dass das
Bauprojekt nicht weiter verfolgt werden darf. "Man hätte die
betroffenen Indigenen vor Baubeginn befragen müssen. Das ist aber
nicht geschehen. Und jetzt sollen viele indigene Einwohnerinnen und
Einwohner von ihrem Land vertrieben und in Wohnungen umgesiedelt
werden. Das ist nicht zumutbar", kritisiert die SPÖ-Abgeordnete. Das
Mega-Bauprojekt führt aber auch zu einer dramatischen Schädigung der
Umwelt, indem es weitläufige Gebiete das Amazonas zerstört.

Für Bayr ist daher klar, dass das Bauprojekt gestoppt und andere
Formen der Energiegewinnung forciert werden müssen. "Wind- und
Sonnenenergie wurden in Brasilien noch nicht ausreichend bedacht",
führte Bayr weiter aus. An dem Bauprojekt in Brasilien ist auch eine
österreichische Firma, der Turbinenhersteller Andritz beteiligt, den
Bayr bei dieser Gelegenheit erneut auffordert, sich aus dem Projekt
zurück zu ziehen: "Es ist unverantwortlich und steht auch im krassen
Gegensatz zur österreichischen Umweltpolitik, dass sich Andritz an
diesem Projekt beteiligt" stellt Bayr klar.

Anlässlich des Internationalen Tag des Wassers macht Bayr erneut auf
den untragbaren Zustand aufmerksam, dass es weltweit fast eine
Milliarde Menschen gibt, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser
haben. "Bedenkt man, dass jährlich fast 3,5 Millionen Menschen wegen
schlechter Wasserversorgung sterben, wird der akute Handlungsbedarf
klar", betont die SPÖ-Abgeordnete. (Schluss) sv/gd

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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