- 20.03.2012, 11:42:43
- /
- OTS0151 OTW0151
Bosnische Delegation zu Gast im Hohen Haus Fragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Fokus
Wien (PK) - Eine Delegation der gemeinsamen Kommission für
Verteidigung und Sicherheit der Parlamentarischen Versammlung von
Bosnien-Herzegowina unter der Leitung der Abgeordneten Dusanka Majkic
besuchte heute Vormittag des Hohe Haus und traf dabei mit den
Abgeordneten Mario Kunasek (F) und Rainer Widmann (B) zu einem
Gedankenaustausch zusammen.
Eingangs der Unterredung unterrichtete Kunasek die Gäste über die
laufende Heeresreform in Österreich und unterstrich dabei, dass es im
österreichischen Parlament einen breiten Konsens für eine umfassende
und effiziente Landesverteidigung gebe. Widmann zeigte sich am
Zusammenleben der einzelnen Nationalitäten in Bosnien interessiert
und erkundigte sich nach aktuellen politischen Entwicklungen in der
Heimat der Gäste.
Majkic gab daraufhin einen Überblick über das bosnische politische
System und über die Aufgaben ihrer Kommission. Kontrovers werde in
Bosnien die Frage eines allfälligen Beitritts zur NATO diskutiert.
Während dieser von den Muslimen und den Kroaten befürwortet werde,
seien die Serben ob ihrer Erfahrungen mit den Bombardements durch die
NATO in dieser Hinsicht mehr als skeptisch, sagte sie. Einigkeit
bestehe allerdings hinsichtlich der europäischen Perspektive, strebe
Bosnien doch eine baldige Integration in die Strukturen der Union an.
Schließlich dankte Majkic noch für Österreichs Engagement bei der
Friedenssicherung und der Stabilisierung ihres Heimatlandes.
Kunasek konstatierte, dass Österreich mit seinem Modell der
Verbindungsoffiziere auf einem guten Weg ist, da man dadurch gute
Beziehungen zwischen den Streitkräften und der Bevölkerung aufgebaut
habe, was wesentlich zum Erfolg der genannten Missionen beitrug.
Abschließend attestierte Kunasek den Gästen, heerespolitisch in die
richtige Richtung zu gehen, denn heutzutage brauche man eine
bewaffnete Macht, die den Herausforderungen der Gegenwart wie
Terrorismus oder Cyber-War gewachsen sei. Österreich habe eine neue
Sicherheitsstrategie entwickelt, um genau diesen Problemen zu
begegnen, erläuterte Kunasek, ehe die Politiker sich noch mit der
Frage Wehrpflicht versus Berufsarmee befassten. (Schluss)
Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640
e-Mail: [email protected], Internet: http://www.parlament.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPA






