- 16.03.2012, 12:07:00
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GLOBAL 2000: Bienen sterben weiter und BM Berlakovich schaut tatenlos zu!
Verbot von Neonicotinoiden dringend gefordert.
Wien (OTS) - Anlässlich des heute von der AGES (Agentur für
Gesundheit und Ernährungssicherheit) präsentierten
Abschlussberichtes zum Thema Bienensterben kritisiert GLOBAL 2000 die
empfohlenen Maßnahmen als unzulänglich. Seit Jahren beklagen
ImkerInnen in den Maisanbau-Gebieten hohe Verluste an Bienenvölkern.
Schuld daran ist der Einsatz der Maisbeizmittel gegen den so
genannten Maiswurzelbohrer, ein weit verbreiteter Schädling. Die
Maisbeizmittel enthalten nämlich Neonicotinoide und diese greifen die
Gesundheit der Bienenvölker massiv an, schwächen und töten sie. In
Deutschland, Frankreich, Slowenien und Italien sind diese Mittel
längst verboten. Nur hierzulande schaut der zuständige Minister
einfach tatenlos zu. "Wenn wir dem Bienenmassensterben und den damit
verbundenen dramatischen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt ein Ende
bereiten wollen, dann muss Minister Berlakovich endlich handeln und
die für die Bienen so gefährlichen Maisbeizmittel verbieten", betont
Heidi Porstner, Gentechnik- und Landwirtschaftssprecherin von GLOBAL
2000.
In bestimmten Gebieten Österreichs haben Landwirte mit dem
Maiswurzelbohrer zu kämpfen und setzen daher so genannte Beizmitel
ein, um die Pflanze vor dem Befall der Schädlinge zu schützen. Doch
die Mittel, die hier eingesetzt werden, gehören der Gruppe der
Neonicotinoide an und verursachen ein massenhaftes Bienensterben. Die
AGES hat daher 2009 das Melissa-Projekt gestartet, um den
Zusammenhang zwischen dem Bienensterben und der Maisbeize zu
untersuchen. Doch die jährlichen Zwischenberichte und Ergebnisse der
Studie sind alles andere als hilfreich für Bienen und ImkerInnen,
denn die AGES spricht sich nicht für ein Verbot von Neonicotinoiden
aus, obwohl ein eindeutiger Zusammenhang zwischen dieser
Pestizidgruppe und dem Bienenmassensterben besteht. "Wir fordern
Minister Berlakovich erneut mit Nachdruck dazu auf, endlich ein
Verbot für Neonicotinoide zu verhängen und sich auf ökologisch
sinnvolle Alternativen zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers zu
konzentrieren", sagt Porstner abschließend.
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000 / Friends of the Earth Austria
[email protected]
Mag. Lydia Matzka-Saboi
mobile: +43/(0) 699 14 2000 26
other: +43/1/812 57 30 - 26
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