• 14.03.2012, 15:49:46
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GPA-djp zu KV-Verhandlungen Finance: Enttäuschendes Verhalten der Arbeitgeber

Ab Freitag österreichweit Betriebsversammlungen, Protest- und Kampfmaßnahmen werden vorbereitet

Wien (OTS/ÖGB) - "Das Angebot der Arbeitgeber ist inakzeptabel.
Den Beschäftigten im Finanzsektor steht eine nettoreale
Gehaltserhöhung zu, die innerhalb der Bandbreite vergleichbarer
Branchen liegt. Schließlich sollten gerade die Bankmanager wissen,
dass die Kaufkraft der Finance-Beschäftigten in schwierigen Zeiten
ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung ist",
erklärt Karl Proyer, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der
GPA-djp zu den bislang ergebnislosen KV-Verhandlungen im
Finance-Sektor.

Nach mehr als zehn Stunden mussten die Verhandlungen für die rund
80.000 Beschäftigten im österreichischen Finanzsektor heute gegen
02:00 Uhr früh in der 6. Runde ergebnislos abgebrochen werden. Einen
weiteren Verhandlungstermin gibt es nicht. Am Freitag, dem 16. März
und am Montag, dem 19.März finden österreichweite
Betriebsversammlungen statt. Weitere Aktionen sind in Planung, der
Streikbeschluss der GPA-djp und des ÖGB ist weiterhin aufrecht.

"Die Arbeitgeber waren - allen Beteuerungen im Vorfeld zum Trotz -
nicht bereit, selbst bei den mittleren Gehältern, mehr als die
Inflationsrate abzugelten. Zusätzlich haben sie ihr Angebot mit einem
niedrigen Deckel limitiert. Das hätte für die meisten Beschäftigten
einen Reallohnverlust bedeutet. Das ist für uns völlig inakzeptabel",
bewertet Wolfgang Heinzl, GPA-djp Verhandlungsleiter und
Betriebsratsvorsitzender der Bank Austria, die gestrige Verhandlung.

Das vorliegende Arbeitgeber-Angebot liegt bei 3,3 Prozent linear mit
einem Deckel von 133 Euro. Auch bei der Anrechnung der Karenzzeiten
gab es keine Bereitschaft zu substantiellen Zugeständnissen. Das
Angebot wurde einstimmig abgelehnt.

"Wir werden die Forderungen der Beschäftigten mit allen
gewerkschaftlichen Maßnahmen und Aktionen unterstützen Am Freitag und
Montag werden in ganz Österreich Betriebsversammlungen einberufen.
Weitere Aktionen und Maßnahmen sind in Vorbereitung.

Wer sich auf die Sozialpartnerschaft beruft, der soll sie auch
entsprechend pflegen und Beiträge leisten und nicht die Beschäftigten
bei der erstbesten Gelegenheit im Regen stehen lassen", so Proyer in
Anspielung auf die jüngsten Äußerungen von Sparkassen-Generalsekretär
Ikrath.

Rückfragehinweis:
GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: [email protected]

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