- 08.03.2012, 10:55:45
- /
- OTS0118 OTW0118
Frauentag - Königsberger-Ludwig: Auf die Probleme von Frauen mit Behinderung aufmerksam machen
Gehaltsschere bei Frauen mit Behinderung noch größer - berufliche Aufstiegschancen deutlich geringer
Wien (OTS/SK) - Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ-Bereichssprecherin
für Menschen mit Behinderung, nimmt den heutigen Internationalen
Frauentag zum Anlass, um auf die besonders schwierige Lage von Frauen
mit Behinderung aufmerksam zu machen. Denn: "In Österreich ist die
Chancengleichheit von Frau und Mann immer noch nicht gelebte
Realität. Und gerade Frauen mit Behinderung werden in ihrem privaten
und beruflichen Alltag mit zahlreichen Barrieren konfrontiert und
müssen noch immer gegen Klischees und Vorteile in den Köpfen der
Gesellschaft ankämpfen. Sie haben noch schlechtere
Berufseinstiegschancen, Aufstiegschancen und niedrigere Einkommen als
Frauen ohne Behinderung", betont Königsberger-Ludwig heute,
Donnerstag, im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. ****
In Österreich klafft die Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern
mit 41 Prozent Differenz immer noch erschreckend weit auseinander.
Und Frauen mit Behinderung verdienen im Durchschnitt noch deutlich
weniger als Frauen ohne Behinderung. "Frauen mit Behinderung sind
deshalb besonders oft in finanziellen Abhängigkeitsverhältnissen oder
von Armut betroffen. Und das betrifft nicht nur die Frauen selbst,
sondern auch ihre Kinder", so Königsberger-Ludwig. "Hier braucht es
ein Umdenken in der Wirtschaft. Es ist Zeit, dass die Stärken der
Arbeitnehmerinnen mit Behinderung in den Fokus gerückt werden, nicht
ihre vermeintlichen Schwächen. Frauen mit Behinderung müssen am
Erwerbsleben teilnehmen können. Denn ein eigenes Einkommen zum
Auskommen ist Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben", betont
die SPÖ-Bereichssprecherin, die in diesem Zusammenhang auf
Job-Kampagnen für Menschen mit Behinderung wie z.B. "Meine Chance -
Ihr Nutzen" aufmerksam macht.
Aber auch im Alltag, in den Köpfen der Gesellschaft, gibt es noch
immer Barrieren und Vorurteile die es zu durchbrechen gilt. "Frau
sein mit Behinderung - hier gibt es immer noch viele Tabuthemen
innerhalb der Gesellschaft z.B . wird der Diskurs über Frauen mit
Behinderung und ihre Sexualität, ihr Kinderwunsch immer noch häufig
tabuisiert", kritisiert Königsberger-Ludwig, die zusammenfassend
betont: "Für Frauen mit Behinderung sind Chancengleichheit in Alltag
und Beruf in noch weiterer Ferne als für Frauen ohne Behinderung. Es
ist daher unsere Pflicht auf ihre Probleme, ihre Schwierigkeiten
hinzuweisen und mit ihnen gemeinsam für gelebte Chancengleichheit,
für Inklusion in allen Bereichen des Lebens zu kämpfen. Daher wäre es
wünschenswert, wenn ein künftiger Frauentag ganz im Zeichen des
Frauseins mit Behinderung stehen würde." (Schluss) sv
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






