• 08.03.2012, 10:49:35
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ÖGJ: Einkommensschere entsteht bereits in der Lehrzeit

Forderung nach früher Berufsorientierung in Schulen

Wien (OTS/ÖGB) - "Von 300 möglichen Lehrberufen wählen Mädchen in
der Regel immer nur die gleichen drei: Friseurin, Sekretärin oder
Verkäuferin. Das sind 297 Chancen, die sie nicht nützen. Die
Einkommensschere entsteht damit schon in der Lehrzeit. Schülerinnen
müssen daher schon früh über ihre künftigen Arbeitsplatz- und
Einkommenschancen aufgeklärt werden", fordert der Vorsitzende der
Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Michlmayr,
anlässlich des heutigen Internationalen Frauentags.

"Buben sind für technische Berufe nicht besser geeignet als Mädchen,
den Schülerinnen muss nur mehr Mut für eine Ausbildung in der Technik
und den Naturwissenschaften gemacht werden. Vor allem die Unternehmen
sollten daran interessiert sein. Wenn die vielen weiblichen
Potenziale genutzt würden, müssten sie nicht über den
Fachkräftemangel jammern", sagt der ÖGJ-Vorsitzende.

Weil die Unternehmen aber freiwillig immer weniger ausbilden, hat die
ÖGJ ein Modell entwickelt, wonach die Unternehmen ein Prozent der
Bruttolohnsumme einzahlen müssen. Michlmayr: "Aus den zur Verfügung
stehenden Mitteln kann dann nicht nur die Lehrstellenförderung,
sondern auch die überbetriebliche Lehrausbildung sowie die
Weiterqualifizierung von ArbeitnehmerInnen finanziert werden. Der
Bund spart sich dadurch in den nächsten fünf Jahren 750 Millionen
Euro."(kd)

Rückfragehinweis:
ÖGB-Kommunikation
Florian Kräftner
Tel.: 01 534 44-39264
E-Mail: [email protected]
www.oegb.at

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