- 07.03.2012, 14:29:44
- /
- OTS0249 OTW0249
EGB: Griechenland braucht echte Solidarität
Treuhandkonto-Vorschlag nicht akzeptabel
Wien (OTS/ÖGB) - Das Exekutivkomitee des Europäischen
Gewerkschaftsbundes (EGB) hat sich in seiner heutigen Zusammenkunft
absolut solidarisch mit den griechischen ArbeitnehmerInnen erklärt.
Sie sind von Arbeitsplatzverlusten und Einkommenseinbußen massiv und
unumkehrbar betroffen, das untergräbt für sie jede Möglichkeit, den
negativen Folgen der Krise entgegen zu wirken.
Griechenland wird gerade in den größten wirtschaftlichen Abschwung
der Neuzeit gedrängt, eine Rezession, die auf 25 bis 30 Prozent wie
zu Kriegszeiten anwachsen soll, wird vorhergesagt. Die Opfer, die die
ArbeitnehmerInnen, PensionistInnen und ihre Familien dafür bringen
müssen, sind in der Nachkriegsgeschichte beispiellos. Mit mehr als
einer Million Arbeitslosen sind fast 30 Prozent der griechischen
Bevölkerung unter die Armutsgrenze gefallen. Fast eine Viertelmillion
Menschen müssen sich auf öffentliche Unterstützung verlassen, um zu
täglicher Nahrung zu kommen.
Das Exekutivkomitee des EGB drückte heute seine Empörung über den
Vorschlag aus, griechische Steuereinnahmen auf einem Treuhandkonto zu
lagern und damit prioritär Kredite zurückzuzahlen anstatt Pensionen,
Löhne und Sozialleistungen auszubezahlen. Das ist, so der EGB, keine
akzeptable Option. Zur wirtschaftlichen Erholung braucht Griechenland
echte Solidarität und wirklichen Zusammenhalt, um ein für alle Mal
den Menschen Vorrang vor den Märkten zu geben.
Der EGB und seine Mitgliedsverbände werden im Vorfeld der
europäischen Bemühungen, Griechenland zu retten, höchst wachsam und
aktiv bleiben.
Die Erklärung, die das EGB-Exekutivkomitee heute beschlossen hat
(englisch):
http://www.etuc.org/a/9771
Rückfragehinweis:
Nani Kauer, MA ÖGB-Kommunikation (Leitung) Tel.: (01) 53 444 39261 Mobil: 0664 6145 915 www.oegb.at www.facebook.at/oegb.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






