- 07.03.2012, 09:30:33
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Bayr zum internationalen Frauentag: Frauen sichern weltweit nachhaltige Entwicklung
Frauen gestalten weitsichtig und erfolgreich, ihr Potential darf nicht ungenutzt bleiben
Wien (OTS/SK) - Zum 101. internationalen Frauentag erinnert
SPÖ-Entwicklungssprecherin Petra Bayr an die Leistungen von Frauen in
Entwicklungs- wie in Industrieländern: "Frauen sind das Rückgrat der
Gesellschaft. Ohne sie geht gar nichts." Tatsächlich sind Frauen für
80 Prozent der gesamten Lebensmittelproduktion in Entwicklungsländern
und somit für die Ernährung ganzer Gesellschaften verantwortlich.
Frauen schultern im Norden wie im Süden den Löwenanteil an
pädagogischer Arbeit und formen so künftige Generationen mit. Aus
internationalen Studien weiß man: Tragen Frauen zum
Haushaltseinkommen bei, investieren sie es in das Fortkommen der
gesamten Familie: Bildung für die Kinder sowie ausgewogene Nahrung
für die ganze Familie stehen ganz oben auf der Prioritätenliste.
Gerade in Entwicklungsländern müssen Frauen daher vermehrt aus der
Mikro- in die Makroebene kommen, also nicht nur Haushalt und Familie,
sondern Unternehmen und öffentliche Verwaltungen managen. "Wir
brauchen mehr Frauen, die das politische Geschehen mitgestalten und
die Firmen leiten", betont Bayr am Mittwoch gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. ****
"Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (ÖEZA) sieht die
Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und das Empowerment von
Frauen als Schlüssel zur Armutsminderung, zum Wirtschaftswachstum und
zur sozialen Entwicklung. Und das ist auch richtig so", unterstreicht
Bayr. "Dennoch sollte die ÖEZA mehr leisten: Es reicht nicht aus,
Frauen auf der Mikroebene zu unterstützen. Grundschulbildung,
Gesundheit und Landwirtschaft sind wichtige Themen in der
Frauenförderung und für alles Weitere natürlich unerlässlich. Dennoch
müssen Frauen auch in Entwicklungsländern verstärkt in
Führungspositionen, in politische Ämter, sowie in Aufsichtsräte der
großen Firmen", betont Bayr. Dass Frauen Firmen nachhaltig leiten,
belegt eine neue Analyse der Société Générale: Von 778 untersuchten
börsennotierten Firmen in Europa schnitten jene mit Frauen im
Führungsteam am besten ab: In den erfolgreichsten Firmen der letzten
vier Jahre waren mehr als 30 Prozent Frauen in den Boards.
Auch die ÖEZA sollte sich diese Studie zu Herzen nehmen: Frauen
können nicht nur in der Leitung von Familien für nachhaltige
Entwicklung sorgen, sie sollten auch verstärkt in die Leitung von
Staaten und Firmen eingebunden werden. "Auch beim ÖEZA-Programm
'Wirtschaft und Entwicklung' gibt es diesbezüglich noch jede Menge
Spielraum nach oben", gibt Bayr zu bedenken. "Wie viele Frauen haben
die Chance, in Wirtschaftspartnerschaften der ÖEZA eingebunden zu
werden - in Österreich und in den Partnerländern?" Bei den größten
österreichischen börsennotierten Firmen sind nicht einmal drei
Prozent der Leitungsmitglieder Frauen, in Entwicklungsländern schaut
es in großen Unternehmen noch wesentlich trauriger aus. "Es gibt
nicht nur bei den Entwicklungskooperationen, sondern auch im Inland
noch viel zu tun", ist sich Bayr sicher. Zum internationalen
Frauentag ruft die Abgeordnete auf, das Potential von Frauen nicht
ungenutzt zu lassen: "Frauen sind der Schlüssel zu nachhaltiger
Entwicklung in unserer Welt. Sie sind es, die um- und weitsichtig
planen und umsetzen, wenn man sie nur lässt." (Schluss) bj
Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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