- 07.03.2012, 09:19:05
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GPA-djp-Fetik: "Gehaltsbremse für Frauen erfolgreich gelockert"
Bessere Anrechnung von Karenzzeiten bleibt auf der Agenda
Wien (OTS/GPA-djp/ÖGB) - "Das Schließen der Einkommensschere
bleibt unser vorrangiges Ziel. Auch wenn der Weg noch weit ist, sind
wir mit vielen unserer aktuellen Kollektivvertragsabschlüsse einen
wesentlichen Schritt vorangekommen", zieht die Frauenvorsitzende der
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
(GPA-djp), Ilse Fetik, anlässlich des Internationalen Frauentages
Bilanz: "In vielen der von der GPA-djp verhandelten rund 170
Kollektivverträge werden Karenzzeiten seit Jahren angerechnet. In den
vergangenen Monaten sind durch den Fokus auf Abschlüsse der konkreten
Verbesserung der Anrechnung von Karenzzeiten vor allem auch in Frauen
dominierten Branchen wesentliche Schritte in Richtung mehr
Einkommensgerechtigkeit gelungen. Die Gehaltsbremse wurde erfolgreich
gelockert", erinnert Fetik an die Kollektivverträge für den Handel,
für das Gewerbe oder für den Gesundheits- und Sozialbereich (BAGS)
sowie an die Abschlüsse bei den Metallern oder bei der Caritas. In
anderen großen Branchen wie etwa bei den
Energieversorgungsunternehmen oder in der Sozialversicherung werden
Karenzzeiten bereits seit dem Vorjahr oder noch länger vorher
angerechnet.
"Man kann gut und gerne sagen, dass wir jetzt für zwei Drittel
unseres Organisationsbereiches, für circa 850.000 Beschäftigte, eine
Anrechnung der Karenzzeiten für Frauen durchgesetzt haben", ortet
GPA-djp-Frauensekretärin Barbara Marx dennoch Aufholbedarf.
Beschäftigte steigen je nach Kollektivvertrag alle zwei bis drei
Jahre in eine höhere Gehalts-Stufe auf. Frauen, die eine Babypause
machen, und diese noch immer gar nicht oder nur teilweise angerechnet
bekommen, sind also klar benachteiligt, was Urlaubsanspruch,
Entgeltfortzahlung, Kündigungsfrist, Jubiläumsgelder und vor allem
eben die Vorrückungen betreffen kann. Deswegen bleibt die bessere
Anrechnung von Karenzzeiten generell, in allen Branchen, auf der
Agenda der GPA-djp, so Fetik und Marx abschließend: "Bei Lohn- und
Gehaltserhöhungen sowie bei der Pensionsberechnung dürfen Frauen, die
Zeit in die Betreuung ihrer Kinder investieren, nicht benachteiligt
werden. Wir werden die Arbeitgeber auch in Zukunft in die Pflicht
nehmen - Lippenbekenntnisse anlässlich des Internationalen
Frauentages sind uns zu wenig!"
Rückfragehinweis:
GPA-djp Litsa Kalaitzis Tel.: 05 0301-21553 Mobil.: +43 676 817 111 553 Email: [email protected] Internet: www.gpa-djp.at
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