• 05.03.2012, 18:27:02
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Mehr als 6.000 Finance-Beschäftigte demonstrierten heute gegen Reallohnverlust

Katzian verlangt Verhandlungen auf Augenhöhe - GPA-djp stellt Antrag auf Streikfreigabe

Wien (OTS/ÖGB) - Mehr als 6.000 Beschäftigte des Financebereichs
setzten heute in der Wiener Innenstadt und in vielen anderen
Landeshauptstädten ein
deutliches Signal gegen den drohenden Reallohnverlust. Allein in der
Wiener Innenstadt versammelten sich über 3.000 Beschäftigte vor der
Erste Bank am Graben. In Vorbereitung auf die morgigen
KV-Verhandlungen stellte die GPA-djp heute den Antrag auf eine
vorsorgliche Aktions- und Streikfreigabe für die Beschäftigten des
Österreichischen Finanzsektors an den Österreichischen
Gewerkschaftsbund (ÖGB). ++++

Mit der Begründung, dass sich der österreichische Finanzbereich in
einer Ausnahmesituation befindet, sind die Arbeitgeber nach vier
Verhandlungsrunden nicht einmal bereit, die durchschnittliche
Inflationsrate des Jahres 2011 abzugelten.

"Jenen, die diese Situation jetzt nutzen wollen, um das Lohnniveau
der ArbeitnehmerInnen zu drücken erteilen wir eine klare Absage.
Nicht die ArbeitnehmerInnen und ihre angeblich überzogenen Löhne und
Gehälter sind Schuld an der krisenhaften Entwicklung. Wir verlangen
Verhandlungen auf Augenhöhe und faire, respektvolle Gespräche im
Sinne der Sozialpartnerschaft", so GPA-djp Vorsitzender Wolfgang
Katzian bei der Abschlusskundgebung vor der Erste Bank in der Wiener
Innenstadt.

"Als das Geschäft in Osteuropa noch riesige Gewinne abwarf, da hieß
es immer, wir müssen uns am Inlandsgeschäft orientieren, deshalb sei
Zurückhaltung angebracht. Jetzt wo das Kerngeschäft der
österreichischen Banken gut läuft, werden aber genau die Risken des
Ostengagements hergenommen als Argument, um die Gehälter zu drücken.
Das kann es wohl nicht sein", so Katzian weiter.

"Die hohe Teilnahme bei den heutigen Kundgebungen und das Ergebnis
der Urabstimmung sind ein klarer Auftrag für die morgigen
Verhandlungen. Die Gehaltserhöhung muss über der Inflationsrate
liegen wobei die unteren Einkommen zur Stabilisierung der Kaufkraft
stärker angehoben werden müssen." erklärt Wolfgang Heinzl, GPA-djp
Verhandlungsleiter und Betriebsratsvorsitzender der Bank Austria.

"Einem Reallohnverlust werden wir keinesfalls zustimmen! Auch für
Bankangestellte und ihre Familien steigen schließlich die
Lebenshaltungskosten. Hier geht es weder um Privilegienritter noch um
Supergagen", so Heinzl weiter. Bei der Forderung nach der Anrechnung
der Karenzzeiten für alle dienstzeitabhängigen Ansprüche und der
Charta für den verantwortungsvollen Vertrieb von Finanzprodukten
werde man ebenfalls dran bleiben.

"Sollten die morgigen Verhandlungen wieder kein akzeptables Ergebnis
bringen, dann könnt ihr euch darauf verlassen, dass die GPA-djp euch
mit all ihr zur Verfügung stehenden Mitteln bei der Durchsetzung
eines fairen Gehaltsabschlusses unterstützen wird! Der Antrag für
eine Streikfreigabe an den ÖGB wurde von unserer Gewerkschaft bereits
gestellt!" so Katzian abschließend.

Rückfragehinweis:
GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: [email protected]

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