• 04.03.2012, 12:47:20
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FPÖ-Gartelgruber: Heinisch-Hoseks Ansätze leider einseitig und nicht an tatsächlichen Problemen orientiert

Positive Bilanz der Frauenministerin in den letzten drei Jahren sehr mager

Wien (OTS) - In der heutigen ORF-Pressestunde habe
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) einmal mehr ihren
ideologischen Ansatz untermauert, Frauen in ein einseitiges karriere-
und berufsorientiertes System pressen zu wollen, so
FPÖ-Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber.

Es seien zwar durchaus hehre Ziele, Frauen in der Berufstätigkeit zu
fördern und zu unterstützen. Auch ein Ausbau und eine Optimierung der
Kinderbetreuung seien dringend notwendig. Allerdings, so Gartelgruber
weiter, blende die Ministerin immer wieder in ihren Ausführungen aus,
dass eine gar nicht so kleine Gruppe von Frauen und Müttern ihren
Lebensweg abseits einer steilen Karrieren gehen müsse, ihnen
allerding - etwa durch die Kürzung finanzieller Direktleistungen, die
nötigen Werkzeuge dafür gekürzt würden. So sei etwa das
Teilzeitarbeitsmodell für eine markante Größe vieler Mütter auch die
einzige Lösung, Geld zu verdienen und auf der anderen Seite selbst
für qualitative Kinderbetreuung zu sorgen. Denn der bewusste Verzicht
auf eine Vollzeitarbeit beruhe bedauerlicherweise oftmals auf der
sehr schlechten Qualität der öffentlichen Betreuungseinrichtungen,
betont Gartelgruber. Die freiheitliche Frauensprecherin sieht in
einem Mix aus dem FPÖ-Familiensteuerentlastungsprogramm einerseits
und einer Aufwertung der Kinderbetreuungseinrichten andererseits
einen guten Lösungsansatz. Auch eine echte Wahlfreiheit könne dadurch
gewährleistet werden.

Zur Diskussion rund um verpflichtende Frauenquoten bringt
Gartelgruber abermals ins Treffen, dass "die normale Frau davon gar
nichts hat". Das Beispiel Norwegen zeige, dass dort die vielgerühmte
Quote von Frauen in Aufsichtsräten deshalb zustande komme, weil die
sogenannten "Goldröckchen", etwa altgediente Politikerinnen, mehrere
Posten gleichzeitig einnehmen würden, und dadurch eine gut
verkaufbare Quotenzahl erreicht werde. Heinisch-Hosek sollte sich
nicht mit Zahlenspielereien beschäftigen, sondern sich der wahren
Bedürfnisse der Frauen annehmen. Auffallend in der heutigen
ORF-Pressestunde sei gewesen, dass die jüngsten erschreckenden Zahlen
in punkto Frauengehälter völlig ausgeblendet wurden. Offenbar wollte
man die Ministerin nicht öffentlich blamieren, denn die Resultate des
Frauenbaromters zeigten eindrucksvoll das Versagen der Ministerin in
der Bekämpfung tatsächlicher Ungerechtigkeiten für Frauen.

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