• 02.03.2012, 15:02:49
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FPÖ: Belakowitsch-Jenewein: Ermittlungen zu Missbrauch im Heim Pitten müssen fortgesetzt werden

Auch nach dem Tod des Hauptverdächtigen bleiben viele Fragen offen

Wien (OTS) - Die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Dagmar
Belakowitsch-Jenewein fordert die Fortsetzung der Ermittlungen nach
den Missbrauchsfällen in einem Volkshilfe-Kinderheim in Pitten (NÖ).
Auch nach dem Tod des Hauptverdächtigen seien noch zahlreiche Fragen
zu klären. Der nun verstorbene ehemalige Erzieher soll über einen
Zeitraum von fast dreißig Jahren Buben missbraucht haben. Selbst nach
Bekanntwerden der Vorwürfe wurde er nicht entlassen, sondern das
Dienstverhältnis mit der Volkshilfe einvernehmlich aufgelöst, sodass
der Verdächtige kurzfristig in einem anderen Heim eine Stelle finden
konnte.

"Der Tod der Hauptverdächtigen darf nun nicht als Argument
herangezogen werden, den Akt zu schließen", erklärt
Belakowitsch-Jenewein. Es seien noch wesentlich Fragen offen, vor
allem nach den Ansprüchen der Opfer, aber auch nach weiteren
Verantwortlichen: "Wer waren die Personen in der Volkshilfe, die
jahrzehntelang nicht gehandelt haben? Warum haben die Experten wie
Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter und andere Heimmitarbeiter so
lange nichts bemerkt? Gab es eventuell sogar Mittäter oder zumindest
Mitwisser?" Auch die Heimleitung habe weiterhin massiven
Erklärungsbedarf: "Wer hat der einvernehmlichen Lösung des
Dienstverhältnisses zugestimmt und damit ermöglicht, dass ein des
Missbrauchs hochverdächtiger Erzieher weiter in diesem Bereich
arbeiten kann?", wirft Belakowitsch-Jenewein eine weitere wesentliche
Frage auf und verdeutlicht damit, dass nach wie vor akuter
Ermittlungsbedarf besteht.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
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