- 02.03.2012, 11:54:25
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FPÖ-Neubauer: 21 Parlamentarisch Anfragen und 250 ungelöste Fragen
Wien (OTS) - "Da zeigen sich die Medien überrascht, dass 92 % der
Bevölkerung neue Ermittlungen im Fall Kampusch wollen. Die FPÖ hatte
von Anfang an das Ohr am Puls des Volkes seit dem
Kampusch-Untersuchungsausschuss, der von SPÖ und ÖVP noch vor dem
Zeitpunkt einer möglichen Klärung brutal abgedreht wurde. Trotzdem
habe ich nie an die vorgelegten Ermittlungsergebnisse geglaubt und
nahezu als Alleinkämpfer versucht Licht ins Dunkel dieses
Kriminalfalls zu bringen. Davon zeugen 21 Parlamentarische Anfragen,
die rund 250 Einzelfragen umfassen, in welchen ich Antworten von den
zuständigen Ministerien gefordert habe. Diese Fragen wurden
fadenscheinig bis gar nicht beantwortet", so FPÖ-NAbg. Werner
Neubauer in einer Stellungnahme zu der aktuellen Berichterstattung im
Fall Natascha Kampusch.
Es habe sich in den letzten Jahren der Verdacht aufgedrängt, dass die
amtierende Bundesregierung keinerlei Interesse an der Aufklärung
hatte, sondern eher an einem Zudecken. Aufgrund der nun aufgetauchten
Erkenntnisse werde es, wenn man den Aussagen des Vorsitzenden des
Parlamentarischen Unterausschusses, NAbg. Werner Amon, Glauben
schenken darf, sogar der ÖVP zu dumm und sie zeigt plötzlich
Interesse an einer Aufklärung.
"Der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofs, Johann Rzeszut
hat in einem 46 Seiten umfassenden Brief an alle Parlamentsfraktionen
sämtliche Ungereimtheiten und sogenannte Ermittlungspannen im Fall
Kampusch aufgezeigt. Es wurde nie zweifelsfrei die
Einzeltäter-Theorie bestätigt, auch ist Priklopils angeblicher
Selbstmord niemals bewiesen worden. Ungeklärt sind auch die Rolle des
Priklopil-Freundes Ernst H., Bestellungen via Internet von Frau
Kampusch, sowie die Fragen bezüglich eines angemieteten
Kraftfahrzeuges, welches zur Entführung gedient haben könnte.
Unterlagen dazu wurden auf dem Anwesen des Entführers gefunden",
nennt Neubauer einige der vielen offenen Fragen.
"So harren viele ungeklärte Details einer Beantwortung, auch bleibt
ein schaler Beigeschmack. Auch die Arbeit der Staatsanwaltschaft
Innsbruck, die nach einjährigen Ermittlungen zu keinem anderen
Ergebnis gelangt war, muss neu bewertet werden. Der parlamentarische
Unterausschuss hat jedenfalls in wenigen Wochen wesentlich mehr zu
Tage gebracht, weshalb hier zur Tätigkeit der Staatsanwaltschaft
Innsbruck ein eklatanter Widerspruch besteht. Angesichts dieser
Tatsache muss die Frage erlaubt sein, welchen Stellenwert die Justiz
in Österreich hat. Die österreichische Polizei arbeitet nämlich gut,
und ist mit sämtlichen Ressourcen ausgestattet, diesen Fall zu
klären, wenn man sie nur endlich ließe. Aber offenbar ist der Wille
dazu nicht gegeben, weil heiße Spuren nicht nur in pädophile Kreise,
sondern auch in die Sado-Maso-Szene führen und höchstrangige,
schwergewichtige Politiker involviert sein könnten, und daher der
Mantel des Schweigens darüber geworfen wird", so Neubauer weiter.
"Ich verlange, dass der Fall wieder aufgenommen wird und ohne Ansehen
der involvierten Personen, alle Fragen restlos geklärt werden sowie
Schuldige zur Verantwortung gezogen werden. Letztlich wird man auch
bei allem Respekt der Privatsphäre von Frau Kampusch nicht
umhinkommen, sie zu einer neuerlichen Aussage zu bewegen", so
Neubauer abschließend.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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