• 01.03.2012, 11:18:59
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ÖGJ zu Sparpaket: Österreich braucht auch künftig gut ausgebildete Fachkräfte

Fraktionsübergreifender Appell: Nicht auf Kosten der Jugendlichen und der Lehrlinge sparen!

Wien (OTS/ÖGB) - In Österreich waren Ende Februar um 5,8 Prozent
mehr Jugendliche arbeitslos gemeldet als ein Jahr zuvor. Die
Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) zeigt sich besorgt: "Es
kann zwar noch nicht für alle Bereiche die Auswirkungen des
Stabilitätspaketes abgeschätzt werden, aber wegen des geplanten
Aufnahmestopps bei im Öffentlichen Dienst und bei den Gemeinden
werden die Jugendlichen die Leidtragenden sein" so ÖGJ-Vorsitzender
Jürgen Michlmayr (FSG).

"Jugendliche sind die ersten die bei einer Krise den Job verlieren
und bei einem Aufschwung erst später wieder in den Arbeitsmarkt
integriert werden", sagt Michlmayr, und ergänzt: "Um gezielt
arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für die Jugendlichen zu setzen muss
die Forderung der Gewerkschaftsjugend nach einer Fachkräftemilliarde
umgesetzt werden."

Hungerländer: Öffentlicher Dienst braucht Lehrlinge

"Das Sparpaket zeigt, wer die Konsequenzen der Krise tragen wird. Es
wäre zumindest angebracht, junge Menschen hier aus der Verantwortung
zu nehmen", so ÖGJ-Präsidiumsmitglied Caroline Hungerländer (GÖD;
FCG). Gerade ein Blick auf die Altersstruktur im öffentlichen Dienst
macht klar, dass die Lehrausbildung hier nicht nur eine Frage der
Vorbildwirkung für die Privatwirtschaft ist. Für die
Aufrechterhaltung der Aufgaben wird es auch im öffentlichen Dienst
einen Bedarf an gut ausgebildetem Personal in unterschiedlichen
Berufen geben. "Bei allen berechtigten Sparmaßnahmen muss darauf
geachtet werden, auch in Zukunft die wichtigen Aufgaben erfüllen zu
können", so Hungerländer.

Marchsteiner: Nicht bei künftigen Pflegefachkräften sparen

"Lehrlinge und Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen, die heute
im öffentlichen Dienst ausgebildet werden sind morgen jene
Fachkräfte, die direkt für die BürgerInnen arbeiten und somit
unverzichtbar sind. "Wichtig ist es jetzt, die Lehrlings- und
Krankenpflegeausbildung nicht einzuschränken sondern auszubauen,
damit die Qualität, die tagtäglich den BürgerInnen zu Gute kommt,
beibehalten wird", sagt ÖGJ-Präsidiumsmitglied Peter Marchsteiner
(GdG-KMSfB; FSG): "Es darf daher auf keinen Fall die Ausbildung der
Jugendlichen dem Sparpaket zum Opfer fallen, zu dem öffentliche
Dienst sowieso schon sehr viel beiträgt."

www.oegj.at

Rückfragehinweis:

ÖGB-Kommunikation
   Florian Kräftner
   01 53 444-39 264
   0664 301 60 96
   [email protected]
   www.facebook.at/oegb.at

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