• 27.02.2012, 18:56:21
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Bundespräsident würdigt Parlamentsdirektor Georg Posch geht nach verdienstvollem Wirken in den Ruhestand

Wien (PK) - Parlamentsdirektor Georg Posch verabschiedet sich nach
über einem Jahrzehnt an der Spitze der Parlamentsverwaltung in den
Ruhestand. Aus diesem Anlass würdigte Bundespräsident Heinz Fischer
das überaus verdiente Wirken Poschs heute im Rahmen eines Empfangs im
Hohen Haus, an dem ein ebenso zahlreiches wie erlesenes Publikum
teilnahm. Unter den Festgästen befanden sich der ehemalige
Nationalratspräsident Andreas Khol, der ehemalige Bundesratspräsident
Herbert Schambeck, der Zweite Präsident des Nationalrats Fritz
Neugebauer, der Dritte Präsident des Nationalrats Martin Graf, die
Präsidenten Ludwig Adamovich und Clemens Jabloner, der ehemalige
Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates Peter
Schieder sowie die Klubobmänner Josef Cap, Karlheinz Kopf und Josef
Bucher.

Wörtlich erklärte Fischer, es sei diese Veranstaltung der geeignete
Ort, ein ehrliches Wort des Dankes an Georg Posch zu richten, der
verlässliche, sachkundige und unparteiische Arbeit an einem nicht
gerade leichten Arbeitsplatz geleistet habe. Posch habe die in ihn
gesetzten Hoffnungen noch übertroffen und stehe mit in der großen
Tradition hervorragender Parlamentsdirektoren von Rosicky bis Czerny.

Fischer erinnerte daran, dass Posch seine Karriere seinerzeit bei
Universitätsprofessor Winkler begonnen habe, dem es gelungen sei, ein
ganzes Bouquet junger Talente um sich zu scharen. Auch Außenminister
Gratz hätten Poschs ausgezeichnete Kenntnisse beeindruckt, sodass er
diesen für die Funktion im Parlament empfohlen habe. Und in der Tat
habe Posch seine Aufgaben so gemeistert, wie man es sich nur wünschen
könne: ruhig, besonnen und alle Aspekte abwägend, weshalb er auch
gleichermaßen allerorts geschätzt werde. Posch schließe nun eine
Karriere ab, auf die er stolz sein könne, und "auf die wir alle
gemeinsam mit ihm stolz sind".

Posch erwiderte, er danke allen Weggefährten und Mitarbeitern für die
gute Zusammenarbeit und die Unterstützung. Stellvertretend für seine
beruflichen Stationen nannte er Professor Winkler, Präsident
Adamovich, die Außenminister Gratz und Jankowitsch sowie die
Nationalratspräsidenten Fischer, Khol und Prammer, von denen er viel
gelernt habe und mit denen er gerne zusammengearbeitet habe. Die
Leistung einer Dienststelle sei aber nicht das Werk eines einzelnen,
sondern aller Personen, die dort arbeiteten, und das habe gut
funktioniert, weshalb die Parlamentsdirektion zuversichtlich in die
Zukunft blicken könne. Vor allem aber dankte er seiner Frau und
seinen beiden Kindern für den Rückhalt, den sie ihm gaben und geben.

Einleitend hatte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer erklärt,
dass man gemeinsam enorme Veränderungen im Haus erlebt habe. Man habe
versucht, das Haus so zu gestalten, dass es ein Haus des Souveräns,
des Volkes, ist, und die Besucherzahlen würden einem Recht geben. Das
Verdienst von Parlamentsdirektor Posch sei es, dass es gelungen sei,
die parlamentarische Mehrarbeit mit dieser Öffnung zu vereinbaren. Es
sei Posch ein großes Anliegen gewesen, die Verwaltung zu
modernisieren, und heute brauche man keinen Vergleich mehr zu
scheuen, betonte Prammer, die auf Poschs Verdienste bei der
Ausgestaltung des Rechts- und Legislativdienstes, bei den
Außenbeziehungen und in baulichen Angelegenheiten verwies.

Posch arbeitete seit 1991 im Hohen Haus, zunächst als Büroleiter des
damaligen Nationalratspräsidenten Heinz Fischer, ab 1998 dann als
Parlamentsdirektor. Zuvor war Posch als Universitätsassistent sowie
als Beamter im Bundeskanzleramt tätig gewesen, ehe er nach einigen
Jahren als Ministerialbeamter des Außenministeriums ins Parlament
überwechselte. Für sein verdienstvolles und nachhaltiges Wirken im
Hohen Haus wurde Georg Posch zudem mit dem "Großen Silbernen
Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich"
ausgezeichnet.

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie - etwas
zeitverzögert - auf der Website des Parlaments (www.parlament.gv.at)
im Fotoalbum. (Schluss)

Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640
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