- 27.02.2012, 09:21:16
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- OTS0041 OTW0041
Wr. JugendanwältInnen: Parlamentarische Beratung des Bildungsvolksbegehrens
Die Fähigkeiten der jungen Menschen müssen im Mittelpunkt stehen
Wien (OTS) - Am 1.März tritt im Parlament der "Besondere
Ausschuss" zum Bildungsvolksbegehrens statt.
Auch die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien war eine der
Unterstützerin dieses so wichtigen Volksbegehrens, so Pinterits und
Schmid.
Wir fordern ein modernes, unbürokratisches und weitgehend autonomes
Schulsystem unter Einbindung der SchulpartnerInnen.
Die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen müssen ausgebaut
werden und ein modernes Schulsystem muss gewährleisten, dass jede/r
einzelne SchülerIn optimale Voraussetzungen für die Entfaltung und
Entwicklung ihrer oder seiner Talente gewährleisten.
Wir fordern mehr SchülerInnenzentriertheit und Individualisierung des
Lernens durch die Individualisierung/Differenzierung des Lernens in
Bezug auf die Vielfalt der Schüler und Schülerinnen, ihrer
Fähigkeiten und Leistungspotentiale, persönliche Erfahrungswelten und
ihrer vitalen Interessen.
Eine geänderte Lernkultur soll sich an den Fähigkeiten und Ressourcen
der SchülerInnen orientieren, um das Selbstwertgefühl der Kinder und
Jugendlichen zu stärken und sie so zu eigenverantwortlichem Arbeiten
zu motivieren, so Jugendanwalt Schmid.
Eine verlängerte 2. Grundstufe anstatt zu frühe Selektion soll den
Kindern und Jugendlichen ermöglichen ein fundiertes Grundwissen zu
erwerben und ihre individuellen Fähigkeiten zu entwickeln.
Die Entscheidung für eine weiterführende Schullaufbahn zu einem
späteren Zeitpunkt verhindert frühzeitigen Leistungsdruck und
ermöglicht so mehr Kindern (auch aus "bildungsfernen" Schichten) die
Chance, eine höhere Schule zu besuchen - so wie es uns ja
Schulsysteme in anderen Ländern vorzeigen so Jugendanwältin
Pinterits.
Erschreckende Ergebnisse einer Studie der Uni Linz und der AK zeigen
deutlich auf, dass in unserem Schulsystem immer mehr Kinder und
Jugendliche "verloren gehen".
Wir benötigen eine Schule die auf jedes Kind/Jugendliche individuell
eingeht, die bestehende Ressourcen fördert, und wir brauchen ein
Schulsystem in dem sich Kinder und Jugendliche wohlfühlen und mit
Freude lernen. Aus den beschriebenen Gründen erwarten wir uns eine
kindzentrierte Verhandlung im Ausschuss mit dem Ziel jeder Schülerin
und jedem Schüler wirklich optimale Voraussetzungen für die
Entwicklung und Entfaltung ihrer/seiner Talente zu bieten, stellten
abschließend Pinterits und Schmid fest.
Rückfragehinweis:
Kinder- & Jugendanwaltschaft Wien
Frau DSA Monika Pinterits & Herr Dr. Anton Schmid
Tel.: (++43-1) 70 77 000
mailto:[email protected]
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