- 21.02.2012, 12:29:40
- /
- OTS0137 OTW0137
Familienförderung - Wurm: Sachleistungen sind sozial gerechter und effizienter
Wien (OTS/SK) - "Wir setzen uns dafür ein, mehr in Sachleistungen,
sprich in Kinderbetreuungseinrichtungen und ganztätige Schulformen,
zu investieren. Das hat positive Auswirkungen auf die Vereinbarkeit
von Beruf und Familie und positive Beschäftigungseffekte. Mit
Steuerfreibeträgen würde man hingegen nur Familien entlasten, die
über ein hohes Einkommen verfügen. Familien mit niedrigerem Einkommen
haben davon nichts, weil sie nichts von der Steuer abzusetzen haben",
spricht sich SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm für mehr Sachleistungen
und gegen den Vorschlag von Finanzministerin Maria Fekter, einen
Steuerfreibetrag von 7.000 Euro pro Jahr festzusetzen. ****
Wurm betont, dass sich mit mehr Kinderbetreuungsplätzen, früherer
Sprachförderung und mehr ganztägigen Schulplätzen die Chancen für
alle Kinder und Jugendlichen erhöhen, auch aus Familien, in denen
Eltern nicht die Möglichkeit haben, ihre Kinder entsprechend zu
fördern. Auch im heutigen Ö1-Morgenjournal haben Expertinnen und
Experten darauf hingewiesen, wie wichtig die sprachliche
Frühförderung für Kinder schon im Kindergarten ist.
Man müsse mit Sprachförderung viel früher beginnen, mit fünf Jahren
sei es zu spät. "Ein weiteres Argument, dass die
Kinderbetreuungsplätze für die Kleinsten weiter massiv ausgebaut
werden müssen, denn bereits der Kindergarten ist eine
Bildungseinrichtung und für die Zukunftschancen der Kinder von
Bedeutung", so Wurm.
In die völlig falsche Richtung gehe daher der Vorschlag, Strafen für
Kinder und Jugendliche, die die Schule nicht regelmäßig besuchen, zu
erhöhen. "Das ist überhaupt nicht fördernd, sondern äußerst
demotivierend und lernbehindernd", so Wurm.
Klug sei hingegen das von Sozialminister Hundstorfer eingeführte
Jugendcoaching - eine Art Frühwarnsystem an den Schulen. Wissen
Schüler ein Jahr vor Ende der Schulpflicht noch nicht, was sie danach
machen wollen, werden sie vom Arbeitsmarktservice ein Jahr lang
betreut. Und jene, die die Schule ohne positiven Abschluss verlassen,
haben - das sind immerhin 50.500 junge Menschen zwischen 15 und 24
Jahren - jetzt die Möglichkeit Bildungsabschlüsse gratis
nachzuholen. "Mit diesen Maßnahmen wird es gelingen, die Zahl der
Jugendlichen ohne Ausbildung und Job deutlich zu reduzieren", ist
Wurm überzeugt. (Schluss) mo/sl/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






