• 20.02.2012, 10:00:18
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SPÖ Kaiser zum Welttag sozialer Gerechtigkeit: Gerechtigkeit setzt voraus, dass wir lernen, uns in unserem Gegenüber wieder zu erkennen.

Aufgabe einer solidarischen Gemeinschaft, sich gegenseitig zu unterstützen, Grundbedürfnisse für alle zu sichern, Maßnahmen zu treffen, wenn Rechte der Gemeinschaft bedroht sind.

Klagenfurt (OTS) - Auf ein besonderes Defizit macht Kärntens
SPÖ-Vorsitzender LHStv. Peter Kaiser am heutigen "Welttag der
sozialen Gerechtigkeit" aufmerksam.

"Ich spreche nicht von einem Budgetdefizit. Vielmehr spreche ich von
einem vor allem bei Teilen der Politik immer stärker spürbar
werdenden moralischen Defizit. Es ist ein größer werdendes Defizit,
dass immer mehr Mitglieder unserer solidarischen Gemeinschaft, dazu
gehört auch die Politik, verlernt haben, sich in unserem Gegenüber
wieder zu erkennen", macht Kaiser aufmerksam.

Deswegen nimmt Kaiser den Welttag der sozialen Gerechtigkeit zum
Anlass, um eine politische Bewusstseinserweiterung einzufordern: "Die
Politik darf sich nicht wundern, wenn sie sich immer weiter von den
Menschen entfernt. Wir alle müssen endlich lernen, uns in die
Mitglieder unsrer solidarischen Gemeinschaft hineinzudenken, um ihre
Bedürfnisse, Sorgen und Ängste als unsere eigenen zu begreifen",
appelliert Kaiser.

Sich der Bedeutung der sozialen Gerechtigkeit für ein
funktionierendes, friedliches Zusammenleben stärker bewusst zu
werden, nennt Kaiser als eine der größten politischen Herausforderung
der Gegenwart.

"Wenn österreichweit rund 1.000.000 Million und in Kärnten an die
90.000 Menschen von Armut gefährdet sind, dann zeigt sich die Stärke
einer solidarischen Gemeinschaft darin, dass wir alles unternehmen,
um Menschen die Not leiden, die die Heizung nicht mehr bezahlen
können, Menschen, deren Recht auf freie Entfaltung ihrer
Persönlichkeit und körperliche Unversehrtheit bedroht sind, zu
helfen", macht Kaiser deutlich.

Der SPÖ-Vorsitzende regt eine europaweite ernsthafte Diskussion an,
um gemeinsame Maßnahmen und Wege aus Armut aufzuzeigen. "Darüber
hinaus muss es in Österreich eine ehrliche Diskussion über die
Ausweitung der Mindestsicherung sowie einen überfälligen gesetzlich
festgelegten Mindestlohn von 1300 Euro geben. Ebenso müssen wir über
das Zurverfügungstellen von Sachleistungen, wie beispielsweise einem
von der SPÖ-Kärnten angeregten kostenlosen Stromdepot, als
Soforthilfe für Not leidende Mitmenschen, reden", schlägt Kaiser vor.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
SPÖ Kärnten
Klagenfurt

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