• 17.02.2012, 13:48:30
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FPÖ-Pisec: Regierung nimmt ein Ausbluten der mittelständischen Wirtschaft in Kauf

Konjunkturgefährdende Maßnahmen könnten durch ambitioniertes Reformieren im Verwaltungssektor verhindert werden

Wien (OTS) - Das, von der Regierung als Konsolidierungspaket
präsentierte Konvolut an Mehrbelastungen für den ohnehin schon massiv
belasteten unternehmerischen Mittelstand in Österreich bedeute für
die kleinen und mittleren Unternehmer nicht weniger als einen
Anschlag auf ihre Existenz, äußert der freiheitliche Bundesrat und
Delegierte zum Wiener Wirtschaftsparlament, Mag. Reinhard Pisec.

Auch nach einschlägigem Studium der Maßnahmen, könne kein einziger
Punkt gefunden werden, wo die mittelständische Unternehmer-Seite in
Österreich entlastet und somit einer allgemeinen positiven
konjunkturellen Entwicklung gerecht geworden wäre. Das Gespür für das
komplexe Management eines Landes, indem der Mittelstand als tragendes
Rückgrat fungiert, sei bei der gegenwärtigen rot-schwarzen
Bundesregierung offenbar völlig abhanden gekommen, zumal es auch
bisher nur rudimentär vorhanden gewesen sei, so Pisec.

Neben der Tatsache, dass auf der Verwaltungsseite in Bezug auf
geldbringende Reformen nicht einmal an der Oberfläche gekratzt worden
sei, müssten die Unternehmer nunmehr durch Maßnahmen wie die Anhebung
der Beitragssätze auf 18,5 Prozent im GSVG, oder das Einfrieren der
Mindestbeitragsgrundlage völlig zu Unrecht die Zeche für das Versagen
von Faymann und Co. tragen. Die Steigerung der Lohnnebenkosten, etwa
durch die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage in der Arbeitslosen-
und der Pensionsversicherung, treffe die Unternehmer in Mark und
Bein, kritisiert Pisec. Ebenso verhalte es sich mit der
Kündigungsgebühr, seien doch diverse Branchen und ihr
wirtschaftliches Überleben geradezu abhängig von saisonal
Angestellten.

Pisec hält abschließend fest, dass er als Mandatar für die FPÖ pro
Mittelstand-Fraktion in der Wiener Wirtschaftskammer jedenfalls dafür
kämpfen werde, um dieses überbordende Ausbluten der Wirtschaft zu
verhindern. Es stehe in keinem seriösen Verhältnis mehr, wie die
Unternehmer zur Kasse gebeten werden sollen, während effektive
Einsparungsmöglichkeiten von der Bundesregierung schlichtweg
ignoriert würden und leere Überschriften im Rahmen des "Sparpaketes"
von keinem Goodwill zeugten.

Rückfragehinweis:

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