• 17.02.2012, 13:41:59
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Michlmayr: Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit auf österreichischer Ebene vorbeugen

Auch bei uns droht Rückgang der Abeitsplätze und Lehrstellen, nicht nur in anderen EU-Ländern

Wien (OTS/ÖGB) - Die von Minister Rudolf Hundstorfer geforderten
Anstrengungen, der Jugendarbeitslosigkeit, die in einzelnen
EU-Ländern bis zu 50 Prozent erreicht, etwas entgegenzusetzen, sind
tatsächlich dringendst notwendig, sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender
der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Darüber dürfe aber
nicht vergessen werden, dass auch in Österreich Feuer am Dach ist.
"Zur Ausbildungsverweigerung der Wirtschaft - nur mehr 20 Prozent der
Unternehmen bilden Lehrlinge aus - drohen nun noch die Auswirkungen
des Sparpakets dazu zu kommen", warnt Michlmayr. ++++

Sollte es tatsächlich zu einem Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst
kommen, so dürfe dieser auf keinen Fall auch für Lehrlinge gelten.
"Der Staat muss auch in seinen Dienststellen sowie in ausgelagerten
Betrieben seiner Verpflichtung zur Ausbildung nachkommen."

Aus einigen Betrieben, öffentlichen wie privaten, sei bereits zu
hören, dass künftig weniger Lehrlinge aufgenommen werden sollen bzw.
dass weniger ausgelernte Jugendliche nach dem Lehrabschluss behalten
werden sollen. "Hier muss die Regierung eingreifen, um zu verhindern,
dass ausgelernte Jugendliche nach ihrem Lehrabschluss auf die Straße
gesetzt werden", fordert Michlmayr, und gibt zu bedenken, dass es den
jungen Menschen auch durch die geplanten Sparpakets-Maßnahmen im
Pensionsbereich schwerer gemacht wird, einen Job zu finden.

Lehrstellenschwund: Ausbildungsmilliarde schafft Abhilfe

"Weil die Unternehmen freiwillig immer weniger ausbilden, hat die ÖGJ
ein Modell entwickelt, wonach die Unternehmen ein Prozent der
Bruttolohnsumme einzahlen müssen. Aus den zur Verfügung stehenden
Mitteln kann dann die Lehrstellenförderung finanziert werden. Bund
und AMS sparen sich dadurch in den nächsten fünf Jahren 750 Millionen
Euro." Und im Gegenzug könnte die Regierung Sparmaßnahmen weglassen,
die auf Kosten der Jugendlichen gehen.

Rückfragehinweis:

ÖGB-Kommunikation
   Florian Kräftner
   01 53 444-39 264
   0664 301 60 96
   [email protected]
   www.facebook.at/oegb.at

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