OTS0196   15. Feb. 2012, 16:10

Einigung bei KV-Verhandlungen im privaten Gesundheitsbereich - Einkommensschwache Gruppen profitieren am meisten.


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In der gestrigen sechsten Verhandlungsrunde kamen
Gewerkschaft und Arbeitnehmervertreter zu einer Einigung. Für die
rund 15.000 MitarbeiterInnen in Österreichs privaten Krankenanstalten
und Ordensspitälern bedeutet das einen durchschnittlichen
Gehaltszuwachs von 3,25 - 3,35 % bei den kollektivvertraglichen
Mindestlöhnen. Die einkommensschwächsten Verwendungsgruppen wie
Reinigungs- und Küchenhilfspersonal erhalten eine Erhöhung von bis zu
3,78 %. "Wir schätzen die Leistung unserer MitarbeiterInnen und haben
uns daher wirklich an die Grenzen unserer wirtschaftlichen
Möglichkeiten bewegt", so Mag. Werner Fischl, Vizepräsident des
Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreichs.

Bereits Ende Februar mehr Geld am Konto

Die Erhöhung wird bereits mit 1. Februar 2012 wirksam und ist
daher schon Ende dieses Monats für die rund 15.000 MitarbeiterInnen
spürbar. Die effektive Erhöhung des Gehalts variiert natürlich nach
Dienstjahren und Verwendungsgruppe und beträgt durchschnittlich 3,25
- 3,35 %. Diese Erhöhung betrifft vor allem die
kollektivvertraglichen Mindestlöhne. Der Betrag setzt sich wie folgt
zusammen: "Beschlossen wurde eine lineare Erhöhung des Grundgehalts
um 2,56 % sowie ein Pauschalbetrag von 15 Euro. Die Zulagen werden um
3,05 % angehoben", erläutert Dr. Rotter, Verhandlungsführer der
Ordensspitäler. In jenen Bereichen, die bereits jetzt von einer
Überzahlung profitieren, kann dem Pauschalbetrag ein Betrag von Euro
3,90 gegengerechnet, d.h. in Abzug gebracht werden. Zudem werden
jetzt auch Karenzzeiten für die Bemessung des Urlaubsanspruches
berücksichtigt. Diese Neuerung ist ein weiterer wichtiger Schritt bei
der Beseitigung bestehender Nachteile für Frauen.

Einkommensschwache Gruppen werden unterstützt

Das Entgelt einer Reinigungskraft in den ersten beiden
Dienstjahren erhöht sich um rund 3,78 %. "Die soziale Ausgewogenheit
war beiden Verhandlungspartnern ein Anliegen. Niedrigere
Einkommensgruppen spüren die Teuerung am meisten und sollen
unterstützt werden", so Dr. Rotter. Dennoch müssen auch die
schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der privaten
Krankenanstalten und Ordensspitäler berücksichtigt werden. Die
Einigung ist aus Sicht der Dienstgeber ein guter Kompromiss, der alle
Möglichkeiten ausschöpft, die in der derzeitigen wirtschaftlichen
Lage zur Verfügung stehen.

Attraktives Arbeitsumfeld: Menschlichkeit, Wertschätzung und
Fortbildung

Österreichs private Krankenanstalten und Ordensspitäler bieten
ihren MitarbeiterInnen ein attraktives Arbeitsumfeld mit vielfältigen
Entwicklungsmöglichkeiten. "Der Kollektivvertrag ist die Grundlage -
im privaten Bereich ist man grundsätzlich bereit, außerordentliches
Engagement und Leistung zu honorieren", so Mag. Werner Fischl. "Wir
bieten unseren MitarbeiterInnen in privaten Häusern ein Umfeld, in
dem Leistungen zum Wohle der PatientInnen gesehen und geschätzt
werden. Abgesehen von angemessener Entlohnung wird in
Privatkrankenanstalten und Ordensspitälern auch auf persönliche
Motivation und Menschlichkeit großer Wert gelegt. Wir wissen, was
unsere MitarbeiterInnen täglich leisten und zeigen diese
Wertschätzung auch im alltäglichen Umgang. Fortbildungen - sowohl im
medizinischen wie auch im persönlichen Bereich - ermöglichen unseren
MitarbeiterInnen zudem laufende Weiterentwicklung."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0196 2012-02-15 16:10 151610 Feb 12 EXA0001 0445



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