- 15.02.2012, 13:29:47
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Kadenbach: Faire Preise für heimische Milchbauern bleiben das Ziel
SPÖ-Europaabgeordnete weiter für gerechte Entlohnung: "Gesunde und regionale landwirtschaftliche Produkte fördern"
Wien (OTS/SK) - Bei der heutigen Abstimmung im Europäischen
Parlament über die Vertragsbeziehungen im Sektor Milch und
Milcherzeugnisse konnte in einem ersten Schritt die Basis dafür
geschaffen werden, faire Preise für die heimischen Milchbauern zu
ermöglichen. "Gesunde und regionale landwirtschaftliche Produkte sind
weiter förderungswürdig. Daher gibt es auch das Bestreben der
Europäischen Union, hier für gerechte Entlohnung zu sorgen",
erläutert die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im
Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. ****
Kadenbach stellt klar: "Mein oberstes Ziel bei diesem Gesetzespaket
war, dass wir auf Ebene der Mitgliedstaaten eine Vertragspflicht
einführen. Der Rat und die Kommission haben sich leider gegen diese
wichtige Verbesserung erfolgreich gewehrt, und nun gibt es nur eine
freiwillige Vertragsbindung. Der jetzt gefundene Kompromiss ist
tragbar, aber auf jeden Fall nicht genug." Eine spürbare Verbesserung
wird es nur in den EU-Staaten geben, in denen eine Vertragspflicht
beschlossen wird, dort müssen nämlich Milcherzeuger und Abnehmer in
den vor der Lieferung abgeschlossenen Verträgen Preis und Menge für
Rohmilch sowie die Laufzeit festlegen.
Angesichts einer in den vergangenen Jahren zunehmend schwierigeren
Marktlage wurde im Oktober 2009 die hochrangige Expertengruppe
"Milch" eingesetzt, um vor dem Hintergrund des Auslaufens der
Milchquoten im Jahr 2015 mittel- und langfristige Regelungen für den
Milchsektor zu erörtern.
"Es ist wichtig, dass wir die Milcherzeuger nach dem Auslaufen der
Milchquote 2015 nicht im Regen stehen lassen, um keine neue
europaweite Milchkrise, wie 2009, heraufzubeschwören." Gerade kleine
Unternehmen seien darauf angewiesen, dass sie nicht den
Milchabnehmern und dem Einzelhandel schutzlos ausgeliefert sind.
Kadenbach: "Um der Branche eine stabile Zukunft zu sichern, muss in
erster Linie die Verhandlungsmacht der Erzeuger gestärkt werden."
Dies lässt sich vor allem dadurch erreichen, dass Verträge
geschlossen und Erzeuger dazu ermutigt werden, sich in
Erzeugerverbänden zu organisieren. "Europa sollte auf Staaten wie
etwa die Schweiz blicken -
die die Quoten 2009 abgeschafft hat - um die potenziellen
Auswirkungen des neuen Systems zu verstehen und eventuelle negative
Folgen zu antizipieren", so Kadenbach. (Schluss) ah
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
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