• 15.02.2012, 10:13:13
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Budget: Charity- Buffets statt Armutsprävention und Grundrechte?

Ermessensausgaben: Armutskonferenz warnt Regierung vor Kürzungen bei Hilfen für Frauen in Not oder sozialen Beratungsstellen.

Wien (OTS) - Mit Sorge verfolgt die Armutskonferenz die unter dem
Schlagwort "Ermessensausgaben" versteckten Kürzungen bei Hilfen für
Menschen in Not. Im Bundeskanzleramt sind das zum Beispiel die
Unterstützung für Frauenhäuser und ihre Arbeit zum Schutz von Gewalt
gegen Frauen und Kinder. Weitere Hilfen gehen aus Ministerien oder
auch den Bundesländern an Wärmestuben für Wohnungslose,
Beratungsstellen oder andere wichtige soziale Dienstleitungen für
Hilfesuchende.

"Die in den Ermessensausgaben gestrichenen Hilfen werden dann auf
Charity-Buffets von den selben Ministern und Landeshauptleuten als
viel geringe Almosen für viel geringere Hilfe wieder
hereingejammert", befürchtet die Armutskonferenz eine
Verschlechterung der Hilfsangebote für Menschen in Not. Gerade jetzt
in der klirrenden Kälte waren alle froh über ein halbwegs ausgebautes
und finanziertes Angebot an Wärme- und Verpflegungsorten.

"Um die Abwärtsspirale zu verhindern ist auch ein ausreichendes
Angebot an Beratungsstellen und sozialen Dienstleistungen notwendig",
warnt die Armutskonferenz die Regierungsparteien. Wenn im Sparpaket
auch an diesen Stellen gekürzt wird, verschlechtern sich die Chancen
aus der Armut herauszukommen weiter. Gerade für jene, die es sich nie
gedacht hätten, dass sie einmal von Armut betroffen sein werden, sind
Beratung und Hilfe wichtig, um möglichst rasch wieder Fuß fassen zu
können."

"Das soziale Netz muss gerade dann halten, wenn man es am meisten
braucht.", so die Armutskonferenz. "Jetzt dort zu kürzen, bedeutet
Armutsrisken zu erhöhen, statt Armut nachhaltig zu bekämpfen. Die
Armutskonferenz erinnert die österreichische Bundesregierung an ihre
im Rahmen der Europa-2020-Strategie eingegangene Verpflichtung, die
Armut in den nächsten Jahren um mindestens 20% zu reduzieren", so die
Armutskonferenz, deren Mitgliedsorganisationen 500.000 Hilfesuchende
im Jahr betreuen und unterstützen.

Rückfragehinweis:
Die Armutskonferenz.
Tel.: 01/ 409 80 01 oder 0664/ 544 55 54

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ARM

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