Frauenpensionsalter: 8.228 Unterschriften gegen vorzeitige Anhebung
PRO-GE-Frauen übergaben Petition an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer
Wien (OTS/PRO-GE/ÖGB) - Unter dem Motto "Gleichstellung darf nicht
beim Pensionsalter beginnen" starteten die PRO-GE-Frauen Ende
Dezember eine Online-Petition gegen eine vorgezogene Anhebung des
gesetzlichen Pensionsantrittsalters für Frauen. 4.346 Personen haben
diese Forderung per Internet unterstützt, weitere 3.882 über
'klassische' Unterschriftenlisten. "Diese Unterstützung bestätigt
eindrucksvoll, dass wir in dieser Frage nicht alleine dastehen und in
der Bevölkerung eine breite Ablehnung einer vorzeitigen Anhebung
herrscht", zieht Renate Anderl, Bundesfrauenvorsitzende der
Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) Bilanz.++++
Am 9. Februar übergaben die PRO-GE-Frauen die gesammelten
Unterschriften im Parlament an Nationalratspräsidentin Barbara
Prammer. Durch die Unterstützung der beiden Nationalrätinnen Heidrun
Silhavy und Gisela Wurm wird die Forderung der PRO-GE-Frauen nun als
parlamentarische Petition eingebracht. "Die hohe Beteiligung ist für
uns auch Auftrag, dieses Thema mit aller Energie weiter zu
verfolgen."
"Das ungleiche Pensionsalter ist kein Privileg sondern ein Ausgleich
für bestehende Diskriminierungen", erinnert Anderl an das
Gleichbehandlungspaket aus dem Jahr 1992. Darin war die Angleichung
ab dem Jahr 2024 vorgesehen - unter der Prämisse, dass bis dahin
Gleichstellung bei Entgelt, Weiterbildung und Aufstieg erreicht sind.
"Diese Ziele sind noch lange nicht erreicht", stellt Anderl fest.
"Daher sind auch Pläne zur Änderung des Antrittsalters eindeutig
nicht gerechtfertigt."
Nicht nachvollziehbar sind für die PRO-GE-Frauen
'ExpertInnen'-Aussagen, dass der frühere Pensionsantritt Frauen gar
benachteilige. Denn längeres Arbeiten bedeute für viele Frauen auch
einen längeren Durchrechnungszeitraum und dadurch die Einberechnung
von Jahren mit geringem Einkommen bzw. der Kindererziehung. "Ein
Arbeitsleben lang Nachteile, dann länger arbeiten müssen und dafür
auch noch mit Einbußen bei der Pension bezahlen: Das ist schlicht
ungerecht", so Anderl.
Ein Foto der Übergabe steht auf www.proge-frauen.at zum Download zur
Verfügung.
PRO-GE-Bundesfrauensekretärin
Tel. 0664/6145800
E-mail: klaudia.frieben@proge.at
Web: www.proge-frauen.at














