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OTS0151   7. Feb. 2012, 14:44

Safer Internet Day: Prammer lädt Jugendliche ins Hohe Haus Diskussion mit Politikern über Probleme im digitalen Alltag


Anlässlich des "Safer Internet Day" fanden heute
Vormittag auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer
Workshops mit 30 Jugendlichen aus ganz Österreich statt, die dabei
die Möglichkeit hatten, mit Politikern über ihren digitalen Alltag
rund um Internet, Handy & Co zu reden und ihre politischen Anliegen
zu formulieren. In Zusammenarbeit mit den Abgeordneten Johann Maier,
(S), Tanja Windbüchler-Souschill (G) sowie Bundesrätin Muna Duzdar
(S) befassten sich die Jugendlichen vor allem mit den Bereichen
Datenschutz und Privatsphäre, Cyber-Mobbing, Kostenfallen, Cybercrime
und Urheberrecht. Sie freue sich, dass der Aktionstag zum Thema
Internet heuer zum ersten Mal im Hohen Haus gastiere und dass sich
die Jugendlichen so intensiv mit dieser Thematik befassen, erklärte
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in der anschließenden
Pressekonferenz. Generell sei es ihr im Sinne einer lebendigen
Demokratie sehr wichtig, einen regen Austausch mit jungen Menschen zu
pflegen, was z.B. auch durch die Abhaltung des Jugendparlaments oder
die Einrichtung der Demokratiewerkstatt zum Ausdruck komme.

Der Vorsitzende des Datenschutzrats, Abgeordneter Johann Maier,
sprach zunächst den Jugendlichen ein großes Kompliment für ihr
Engagement aus und versprach, einige wichtige Anregungen in seine
politische Arbeit mitzunehmen. Einen absoluten Nachholbedarf sehe er
im Bereich der Medienpädagogik, die gefordert sei, über die Vorteile
und Risiken der neuen Medien besser zu informieren und zu
sensibilisieren. Was die Frage der so genannten "Internet-Abzocke"
betrifft, so hoffe er, dass die EU-Regelung bezüglich der Button-
Lösung bald auf nationaler Ebene umgesetzt wird. Im Zusammenhang mit
Cybercrime-Aktivitäten wünschte sich Maier, dass ein Strafbegriff für
den "Identitätsdiebstahl" gefunden wird, da etwa immer mehr
gefälschte Webseiten auftauchen. Außerdem sollte nach Auffassung des
S-Abgeordneten die Bevölkerung besser über die Auswirkungen des ACTA-
Vertrags ("Anti-Piraterie-Abkommen") informiert werden.

Der von der Europäischen Kommission initiierte internationale
Aktionstag, an dem sich bereits über 70 Länder beteiligen, wird heuer
bereits zum neunten Mal durchgeführt und stand dieses Jahr unter dem
Motto "Gemeinsam die Online-Welt entdecken - aber sicher", erläuterte
der Koordinator von Saferinternet.at und Geschäftsführer des
Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation (ÖIAT),
Bernhard Jungwirth. Beim Safer Internet Day gehe es vor allem darum,
das öffentliche Bewusstsein für das Thema "sichere und
verantwortungsvolle Internetnutzung" zu fördern und ein aktives
Mitwirken von Institutionen, Organisationen, Verbänden, Unternehmen,
Initiativen und Privatpersonen für mehr Medienkompetenz und
Sicherheit im Netz anzuregen. In diesem Jahr liege der Schwerpunkt
auf dem generationenübergreifenden Austausch, dem Mit- und
Voneinanderlernen, unterstrich Jungwirth, wodurch auch die heutige
Veranstaltung im Parlament geprägt war.

Im Rahmen des Pressegesprächs präsentierten auch einige Vertreter der
Jugendlichen die Ergebnisse der Workshops und wiesen vor allem auf
die unterschiedlichen Rahmenbedingungen für die Nutzung der neuen
Medien in den einzelnen Schulen in Österreich hin. Hier wünschten sie
sich einheitlichere Standards, damit alle die gleichen Bedingungen
haben. Für wichtig erachteten sie auch, dass der richtige Umgang mit
dem Internet im Unterricht vermittelt und über die Vorteile und
Risiken sowie über die Gefahren der Preisgabe von privaten
Informationen diskutiert wird. Angesichts des großen
Informationsangebots im Netz sei es auch unerlässlich, zu lernen, wie
man richtig recherchiert und wie man die gefundenen Resultate
bewertet.

Safer Internet in Österreich

Die EU-Initiative Saferinternet.at unterstützt Kinder, Jugendliche,
Eltern und Lehrende bei der sicheren und verantwortungsvollen Nutzung
von Internet, Handy & Co. Neben zahlreichen Veranstaltungen (über
1.000 Workshops und Vorträge pro Jahr) können bei dem in Österreich
zuständigen Verein, der beim ÖIAT angesiedelt ist, auch kostenlose
Unterrichtspakete, Elternratgeber und Broschüren bezogen werden.
Umfassende Informationsangebote finden sich zudem auf
www.saferinternet.at und www.handywissen.at. (Schluss)

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie auf der Website
des Parlaments (www.parlament.gv.at) im Fotoalbum.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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