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OTS0094   6. Feb. 2012, 11:48

E-Wirtschaft: GPA-djp und PrO-GE ersuchen ÖGB um Streikfreigabe

Proteste am 14. und erste Warnstreiks ab 15. Februar


(GPA-djp/PRO-GE/ÖGB) Die GPA-djp und die PRO-GE
ersuchen heute, nach der entsprechenden Beschlussfassung in ihren
eigenen Gremien, das Präsidium des Österreichischen
Gewerkschaftsbundes (ÖGB) um die vorsorgliche Aktions- und
Streikfreigabe für die Beschäftigten der Österreichischen
Energieversorgungsunternehmen (EVU).++++

Die dritte Kollektivvertragsrunde für die rund 21.000 Beschäftigten
wurde am 2. Februar ohne Ergebnis abgebrochen, bereits am Tag zuvor
hatten rund 8.500 Beschäftigte und ihre BetriebsrätInnen bei
regionalen Betriebsversammlungen in ganz Ösetrreich konkrete
Protestmaßnahmen beschlossen.

"Der Unmut der Beschäftigten ist riesengroß", berichten die
Verhandler Karl Proyer (GPA-djp) und Manfred Anderle (PRO-GE): "Das
Angebot der Arbeitgeber ist weder fair noch ausgewogen, es entspricht
weder der wirtschaftlichen Situation der
Energieversorgungsunternehmen, die auch 2011 gute Ergebnisse
lieferten, noch den Lohn-und Gehaltsabschlüssen in vergleichbaren
Branchen wie z.B. zuletzt in der Mineralölindustrie."

Ein weiterer Termin für die Kollektivvertragsverhandlungen wurde
vorerst nicht vereinbart. Lenken die Arbeitgeber nicht ein, folgen am
14. Februar zwei weitere öffentliche Kundgebungen und Proteste der
Beschäftigten in Wien und Salzburg und ab 15. Februar erste
Warnstreiks in allen Energieversorgungsunternehmen bundesweit, so
Proyer und Anderle abschließend: "Die Beschäftigten haben bei den
Betriebsversammlungen in der Vorwoche große Geschlossenheit
signalisiert, ihr Ärger war deutlich spürbar. Die Arbeitgeber wären
gut beraten, die Sorgen und Anliegen ihrer Beschäftigten ernst zu
nehmen!"

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0094 2012-02-06 11:48 061148 Feb 12 NGB0002 0260



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