- 02.02.2012, 15:21:05
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E-Wirtschaft: Abbruch der KV-Verhandlungen nach dritter Runde
GPA-djp/PRO-GE: Streikfreigabe wird eingeholt, Proteste am 14. und Warnstreiks ab 15. Februar
Wien (OTS/ÖGB) - Die 3. Kollektivvertragsrunde für die 21.000
Beschäftigten der Österreichischen Energieversorgungsunternehmen
(EVU) wurde am 2. Februar abermals ohne Ergebnis abgebrochen. Bereits
einen Tag zuvor beschlossen rund 8.500 Beschäftigte und ihre
BetriebsrätInnen bei regionalen Betriebsversammlungen in allen
Bundesländern konkrete Durchsetzungsmaßnahmen. "Die Zeichen stehen
auf Sturm. Das Angebot der Arbeitgeber ist weder fair noch entspricht
es den wirtschaftlichen Erfolgen. Die Beschäftigten sind nicht bereit
für die Eigentümer zu sparen. Daher werden die Gewerkschaften die
Streikfreigabe einholen", sagen die beiden Verhandler Karl Proyer
(GPA-djp) und Manfred Anderle (PRO-GE).++++
Das Angebot der Arbeitgeber beinhaltet eine Erhöhung der
kollektivvertraglichen Mindestgehälter und Mindestlöhne um 3,6
Prozent sowie eine Erhöhung der Ist-Gehälter und Ist-Löhne um 3,6
Prozent, plus eine Einmalzahlung in der Höhe von 200 Euro. Ebenso
wurde ein Alternativ-Angebot vorgestellt, dass die Beschäftigten
aufgrund unterschiedlicher Lohn- und Gehaltsstrukruren lediglich
auseinanderdividiert.
"Die Alternative ist kein gangbarer Weg sondern führt zur
Zweiklassengesellschaft in den Unternehmen. Und von sozial ausgewogen
kann bei den Arbeitgeberangeboten nicht die Rede sein. In Summe
entspricht das zurzeit vorliegende Angebot weiterhin nicht den Lohn-
und Gehaltsabschlüssen vergleichbarer Branchen und bedeutet weiterhin
einen Kaufkraftverlust", betonen Proyer und Anderle.
Ein weiterer Verhandlungstermin wurde vorerst nicht vereinbart. Die
Gewerkschaften werden daher in den nächsten Tagen die Streikfreigabe
vom ÖGB einholen. Sollte sich am Verhalten der Arbeitgeber nichts
ändern, so wird es am 14. Februar Kundgebungen der Beschäftigten der
Energiewirtschaft in Wien und Salzburg geben. Ab 15. Februar ist in
allen Unternehmen der heimischen Elektrizitätswirtschaft mit
Warnstreiks zu rechnen.
Rückfragehinweis:
GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: [email protected]
http://www.gpa-djp.at
PRO-GE Öffentlichkeitsarbeit
Mathias Beer
Tel.: 01 53 444 69035
Mobil: 0664 6145 920
E-Mail: [email protected]
http://www.proge.atOTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






