OTS0209   1. Feb. 2012, 14:50

SPÖ-Kärnten: Müssen unsere Heimat vor Schaden durch FPK schützen.

Anstatt sich von Strache zu distanzieren, verteidigt ihn Ragger. Streichung des NS-Opfer-Zuschuss erscheint in eindeutigem Licht. Entscheidung Fischers wird begrüßt.


Die SPÖ-Kärnten begrüßt die Entscheidung von
Bundespräsident Heinz Fischer, Strache keinen Orden zu verleihen.
"Jemanden, der alle Grenzen moralischen Verantwortungsbewusstseins
überschreitet, wie Strache es getan hat, darf eine solche
Auszeichnung in einer solidarischen, die Menschen vor Unrecht
schützenden Gemeinschaft, niemals zuteil werden", begrüßt Kaiser, der
die Aberkennung der Auszeichnung gestern als Erster gefordert hatte.

Damit sei es aber noch nicht getan. Kaiser fordert eine Überarbeitung
der Vergaberichtlinien für zukünftige staatsrepräsentative
Auszeichnungen. Darüberhinaus fordert die FPK auf, sich
unmissverständliche von den unfassbaren Vergleichen, die Strache
zwischen der öffentlichen Empörung über den Burschenschafterball und
der Reichskristallnacht 1938 gesponnen hat, zu distanzieren.

"Dem Ansehen Kärntens und der hier lebenden Bevölkerung kann und darf
nicht wieder durch die Rechtspopulisten von FPÖ und FPK Schaden
zugefügt werden", machen SPÖ-Kärnten-Vorsitzender LHStv. Peter Kaiser
und SPÖ-Klubobmann Reinhart Rohr deutlich. Es sei geradezu
bezeichnend, dass die FPK-Spitze mit Dörfler und Scheuch kein
einziges Wort der Reue verloren habe, dafür aber heute Ragger weiter
Öl ins Feuer gießt und völlig realitätsverweigernd Strache die Mauer
macht, in dem er einfach alles leugnet, was Strache nachweislich
gesagt hat.

"Wer Strache und seine ungeheuerlichen Aussagen verteidigt, macht
sich jedenfalls mitschuldig und ist genauso wenig als politischer
Vertreter tragbar, wie der blaue Säbelfechter aus Wien", so Rohr in
Richtung Ragger.

Außerdem, so Rohr, erscheine die Streichung des Zuschusses für
NS-Opfer durch Ragger nun in einem eindeutigen Licht. "Das Leugnen
Raggers in Verbindung mit dem beschämenden Verhalten gegenüber den
noch lebenden Opfern des Nazi-Regimes bringen die Geisteshaltung des
Unsoziallandesrates vollends ans Tageslicht", so Rohr abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0209 2012-02-01 14:50 011450 Feb 12 DS90002 0289



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