- 01.02.2012, 10:54:05
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ÖGKV unterstützt die Forderungen der Beschäftigten im Pflege- und Sozialbereich
Faire Entlohnung für Pflege- und Sozialberufe dringend notwendig
Wien (OTS) - 420.000 Menschen in Österreich brauchen täglich
Pflege, Tendenz steigend. Gleichzeitig nimmt die Zahl der pflegenden
Angehörigen ständig ab. Am Sektor der Langzeitpflege, in der
Akutversorgung und im ambulanten Bereich spitzt sich die
Personalsituation durch Leistungsverdichtung und Personalknappheit
ebenfalls zu. Nachtdienste, Dienstzeiten an Sonn- und Feiertagen,
sowie belastende Rahmenbedingungen in der mobilen Pflege machen
Pflege- und Sozialberufe zu einem wenig attraktiven Beruf. Es ist
nach wie vor ein vorwiegend von Frauen ausgeübter Beruf, insbesondere
in industriearmen Regionen Österreichs. Zahlreiche freie Dienstposten
werden verzögert nachbesetzt, oft nur durch Teilzeitkräfte.
"Den Forderungen der Beschäftigten im Pflege- und Sozialbereich
ein Abfuhr zu erteilen, ist nicht zu akzeptieren" meint Ursula
Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheit- und
Krankenpflegeverbandes (ÖGKV).
"Wir brauchen dringend den verstärkten Aufbau des extramuralen
Pflegesystems und können das dafür nötige Personal nur durch
angemessene Entlohnung und Rahmenbedingungen gewinnen", meint Frohner
weiter. Hier den Sparstift ansetzten zu wollen, hätte fatale
Auswirkungen.
Bei der Einkommensentwicklung im Pflege- und Betreuungssektor
besteht ohnehin ein Aufholbedarf. Ebenso ist die Verbesserung der
Anrechung von Karenzzeiten bei Gehaltsvorrückungen ein wichtiger
Schritt um die Einkommensschere nicht noch weiter auseinander klaffen
zu lassen.
Pflege- und Sozialberufe haben einen zentralen Versorgungsauftrag
für die Menschen in Österreich. Die Bedeutung dieser Arbeit kann
nicht nur mit Sonntagsreden abgegolten werden.
Rückfragehinweis:
Ursula Frohner, Präsidentin Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband - ÖGKV Wilhelminenstraße 91/IIe, 1160 Wien Tel.:+43 1/ 478 27 10 mailto:[email protected] www.oegkv.at
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